Florenz: Palazzo Pitti
und Galleria Palatina, Florenz.


Obwohl er «Pitti» heisst, verbindet man ihn ganz automatisch mit den Medici, die Florenz über drei Jahrhunderte im Griff hatten. Die Medici haben dem Palast tatsächlich den Glanz verliehen, den er heute noch hat. Und doch, gebaut hat ihn ein Pitti... Luca Pitti aus einer wohlhabenden florentinischen Adelsfamilie. Das war 1457. Aber dann ging ihm das Geld aus, und 1470 mussten die Bauarbeiten gestoppt werden.

 

>Wer waren die Pitti?

 

Lange passierte nichts mit dem unfertigen Gebäude. Achtzig Jahre später kamen die Medici ins Spiel. Es war die Gattin von Grossherzog Cosimo I, Eleonora de Toledo, die der Familie Pitti den unvollendeten Palast 1549 abkaufte. Sie liess ihn um- und ausbauen. Er sollte das Flair eines französischen Palastes bekommen, mit einem Cour d'honneur, und hintenraus sollte ein Garten die Anlage krönen.

 

Die Medici bewohnten den Palast nicht nur, sie staffierten ihn auch reichlich mit Kunst aus. In den prunkvollen Gemächern wimmelt es nur so von Gemälden der Topstars. Allein von Raffael sind es ein Dutzend Werke – mehr als in jedem Museum der Welt. Lange hielten die Herzöge ihre Kunstschätze unter Verschluss, aber 1818 war es dann so weit: Auserwähltes Publikum durfte Teile davon erstmals sehen.

 

Bis 1859 wurde der Palazzo von toskanischen Grossherzögen bewohnt. Fast alle waren der Kunst angetan und bauten die Sammlung ständig weiter aus. Heute umfasst sie rund 900 Werke.

 

 

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Der Cour d'honneur des Palazzo Pitti.

 

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Palazzo Pitti aus der Luft gesehen.
Foto Google Earth.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Palazzo Pitti – von den Medici ausgebaut.

Der grösste Palast der Stadt. Seine Fassade zur Strasse hin ist heute mehr als 200 Meter breit. Als die >Medici ihn kauften, war er noch viel kleiner. Nach hinten hinaus – zu den Gartenanlagen hin – zeigt er sich jetzt als Dreiflügelanlage, samt Cour d'honneur. Mit diesem Vorhof erhielt er das Flair eines französischen Herrscherhauses. Die Gartenanlage darf allerdings nicht mit Versailles verglichen werden, dafür ist sie dann doch zu brav – und vor allen Dingen viel kleiner.

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Eleonora de Toledo, die Bauherrin.

Die Gemahlin von Grossherzog Cosimo I de Medici war die treibende Kraft um den Palazzo Pitti. Sie erwarb ihn 1549 von der Familie >Pitti und liess ihn ausbauen. Und mit einer Gartenanlage ergänzen. Ihr Porträt stammt von Bronzino.

 


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Die prachtvollen Gemächer der Herzöge.

Da der Palast heute ein Museum ist, hat auch das gewöhnliche Volk die Chance, die prunkvolle Lebensweise der Grossherzöge und ihrer Entourage nachzuempfinden. Allein schon die klingenden Namen der diversen Säle: Herkules, Illiade, Mars, Prometheus...

 

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Der Boboli-Garten.

Der Name leitet sich vom ehemaligen Landbesitzer ab, der Bogoli hiess. Von ihm kaufte Eleonora das Terrain, auf dem heute die Gartenanlage angelegt ist. Sie verfügt über lange Treppen und viele Brunnen, Grotten und Skulpturen. Neben dem Architekten Ammanati hat sich auch der Künstler Giorgio >Vasari mit der Gestaltung des Gartens beschäftigt.

 

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Verbindung zu den Uffizien: Vasari-Korridor.

Damit der Herzog in seiner neuen Residenz ennet des Arno nicht ganz von der Stadt abgeschnitten war, liess er sich einen privaten Korridor bauen, der vom Palazzo Pitti über die Ponte Vecchio bis zu den Uffizien in der Innenstadt führt. >mehr über den Vasari-Korridor

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Palazzo, Kunstsäle, Wohnräume der Herzöge.

 

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Raffael

Die Galleria Palatina.

Eigentich ist es keine Galerie. Die Sammlung ist vielmehr in die Säle und Wohnräume integriert. Und die wirken überladen. Zudem sind viele Gemälde übereinander gehängt und verlieren so ihre Wirkung. Der Reiz besteht allenfalls darin, unter den vielen ausgestellten Werken die Rosinen herauszupicken. Botticelli, Tizian, Rubens... und natürlich Raffael – von ihm bietet die Galleria ein Dutzend Werke.

 

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Kunstwerke der Galleria Palatina.

 

   
   

 

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