Museo Pio Clementino

Museo Gregoriano Profano

 


Die griechisch-römischen Kostbarkeiten der Musei Vaticani sind in mehrere Museen und Galerien aufgeteilt – nicht immer sind alle gleichzeitig geöffnet.

 

Die berühmtesten Werke finden sich im Museo Pio Clementino, benannt nach Papst Clemens XIV, der von 1769 bis 1774 auf dem Thron sass. Unter Pius VI (1755-99) wurde nicht nur die Sammlung, sondern auch das Museum vergrössert.

 

Wesentlich älter ist allerdings die Antikensammlung, die schon Papst Julius II ab 1487 in seinem «Cortile delle Statue» zeigen konnte.

 

 

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Galerie der Statuen.

 

 

Relativ jung ist das Museo Gregoriano Profano. Es wurde 1884 von Papst Gregor XVI eingerichtet, und zwar damals noch im Lateranpalast (offizieller Sitz der Päpste, ein paar Kilometer südöstlich des Vatikans). Erst 1970 wurden die Werke in den Vatikan verlegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

apollo

Museo Pio Clementino

 

 

Der Apoll von Belvedere.

Griechisch oder römisch? Gefunden wurde die prächtige Statue 1489 in der Umgebung von Rom. Sie wurde dann im Papstpalast aufgestellt, genauer: im «Cortile delle Statue», den Papst >Julius II im Hof des Belvedere einrichten liess. Deshalb heisst sie auch so. Lange glaubte man, dass es sich um ein griechisches Original handle. Erst nach 1800 fand man heraus, dass der Marmor aus einem Steinbruch in der Toscana stammt. Es ist also eine römische Kopie, wahrscheinlich angefertigt zur Zeit des römischen Kaisers Hadrian (76-138 n.Chr.).

 

laokoon

Marmorstatue 2.Jht. v.Chr.
Museo Pio
Clementino

Laokoon, der tragische Held.

Die Geschichte spielt in Troja, das die Griechen mit Hilfe des berühmten Holzpferd-Geschenk-Tricks und den darin versteckten Kriegern einnehmen wollten. Die Trojaner fielen auf Odysseus Trick herein und zogen das Holzpferd in die Stadt. Nur einer durchschaute den faulen Trick: Der Trojaner Laokoon. Er schleuderte eine Lanze gegen das Holzpferd. Der Klang verriet ihm, dass es hohl war. Aber die Trojaner hörten nicht auf ihn, das Schicksal nahm seinen Lauf, Troja war verloren. Und Laokoon erlitt einen grausamen Tod, zusammen mit seinen Kindern. Schlangen tauchten aus dem Meer auf und umschlangen sie, bis sie erstickt waren.

 

Die Marmorgruppe soll sich einst im Hause des Kaisers Titus (39-81 n.Chr). befunden haben.

 

nil

Römische Kopie eines griechischen Originals.
1.Jht n.Chr.
Braccio Nuovo

Nil, der ägyptische Flussgott.

Er stützt sich lässig auf eine Sphinx, souverän und selbstbewusst. Auch das Krokodil zu seinen Füssen stört ihn nicht, ebenso wenig die Kinder, die auf ihm rumklettern.

 

Das Marmorwerk wurde 1797 von Napoleon aus Rom entführt. Nach seinem Niedergang 1815 wollten es die Römer zurück. Die Franzosen machten den Vorschlag, den Nil gegen einen nackten Napoleon von Antonio Canova auszutauschen, was der Papst aber entrüstet ablehnte. Die Napoleonstatue fand dann eine andere Verwendung. In London, als Geschenk für Wellington... >mehr

 

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