Joan Mirò (1893-1983)

 

Sonderausstellung vom 2. Oktober 2015 bis 24. Januar 2016 im Kunsthaus Zürich.

 

 

Was für ein Kunstspass, diese Aussstellung! Mirò verblüfft mit Farben und Formen. Man versucht, etwas zu erkennen – und schafft es dann doch nicht. Besonders spannend wird es, wenn man sich mit den Titeln seiner Werke auseinandersetzt. Da heisst ein Bild «Der Hafen», ab da ist beim besten Willen keiner zu erkennen. Oder bei seinen Frauen und Vögeln, ja, wer ist denn jetzt die Frau und welche Figur soll ein Vogel sein? Gibt es sie/ihn überhaupt, und wenn ja, wo? Ein fröhliches Ratespiel…

 

«Ich will die Malerei ermorden», heisst Miròs berühmtester Spruch. Vielleicht hat er das gesagt, weil in seiner Epoche die Fotografie bereits die darstellende Malerei abgelöst hatte. Wieso sollte er also die Fototechnik konkurrenzieren, die alles viel detailgetreuer abbilden kann? Seine Antwort sind die abstrakten und skurrilen Figuren, die unser Auge erfreuen. Hier ein paar meiner Favoriten.


 

 

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«Malerei», Öl auf Leinwand, 1953

Das fast vier Meter breite Bild hängt normalerweise

im Solomon R. Guggenheim Museum in New York.

 

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«Mondwand», 1957

Der Original-Entwurf für die UNESCO-Keramikwand am

Hauptsitz in Paris. Fondation Marguerite et Aimé Maeght.

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«Der Vogel Boum-Boum betet
zum Zwiebelhäutchenkopf», 1952

Was für ein Titel! Wer erkennt den «tête pelure d'oignon»? Und wo ist der betende Vogel? Merzbacher Kunststiftung.

 

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«Der Hafen», 1945

Alles klar? Wer den Hafen nicht erkennt, ist selber schuld.

Aus einer Privatsammlung.

 

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«Frauen und Vogel», 1945

Ist jetzt die Qualle links aussen die Frau oder der Vogel? Sicher ist eigentlich nur die Dame rechts aussen... Sammlung Würth.

 

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