Gianlorenzo Bernini (1598-1680).


Ein Genie. Ein Bildhauer-Genie. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, der «Michelangelo seines Jahrhunderts» zu werden. Das wurde er – und noch mehr: Bernini war im 17. Jahrhundert die zentrale Figur im Kunstbetrieb Roms, während Jahrzehnten, unter nicht weniger als acht Päpsten. Er gilt als der «Schöpfer des barocken Roms», baute Paläste und Kirchen, schrieb Dramen und Opern, machte sich einen Namen als Theaterregisseur. Aber nirgends war sein Genie grösser als in der Bildhauerei.

 

Geboren wurde er in Neapel. Als er acht war, zog er mit seiner Familie nach Rom. Dort wirkte schon sein Vater als Bildhauer im Dienste von Papst Paul V Borghese. Bald schon erkannte er das zeichnerische Talent seines Sohnes und stellte ihn dem Papst vor. Dieser soll beeindruckt gewesen sein.

 

Für die Antikensammlung des Vatikans interessierte sich klein Gianlorenzo ganz besonders. Dorthin marschierte er Tag für Tag, um Gemälde und Skulpturen zu studieren. Dann baute er sie nach. Dem kunstsinningen Kardinal Maffeo Barberini fiel die Geschicklichkeit des Jungen auf. Er war von ihm begeistert und wurde zu seinem wichtigsten Förderer und Auftraggeber. Insbesondere dann, als er selber zum Papst gewählt wurde. Das war 1623. Er nannte sich Urban VIII.

 

 

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Gianlorenzo Bernini (1598-1680).

Selbstporträt, 1623.
Galleria Borghese Rom.

 

 

Mit Papst Urban VIII im Rücken ging es steil aufwärts für den erst 25-jährigen Bernini: Er schaffte es zum Superstar Roms in allen Belangen von Kunst, Musik und Architektur – überall hatte er seine Hände im Spiel. Er wurde vom Papst verehrt und vom Volk gefeiert.

 

Bemerkenswert: Bernini konnte auch nach dem Tod seines Gönners Urban VIII die Spitzenstellung behaupten. Sein diplomatisches Geschick half ihm, mit allen nachfolgenden Päpsten erfolgreich zu verkehren. In seinem langen Leben – Bernini wurde 82 Jahre alt – stand er in Diensten von acht Päpsten. >mehr

 

Die Stadt Rom verliess er nur ein einziges Mal: Als er 1665 vom französischen Sonnenkönig Louis XIV nach Paris gerufen wurde, um dort Pläne für den Louvre zu entwerfen. Die zwei harmonierten aber schlecht, Bernini kehrte nach einem halben Jahr nach Rom zurück. Die Louvre-Pläne wurden nie realisiert.

 

Gianlorenzo Bernini war kein einfacher Charakter. Er beherrschte zwar die diplomatische Kunst, alle seine Päpste um den Finger zu wickeln – um ständig mit neuen Aufträgen versorgt zu sein –, doch im Umgang mit seinen Mitarbeitern in der Werkstatt und auf dem Bau war er für seine Wutausbrüche berüchtigt. Legendär sind auch die Exzesse seines Privatlebens (Beispiel Costanza Bonarelli, siehe Text rechte Spalte), die für Bernini nur deshalb keine strafrechtlichen Folgen hatten, weil er immer und immer wieder von ganz oben protegiert wurde.

 

Als Bildhauer war Bernini der unbestrittene Superstar von Rom im 17. Jahrhundert. Was seine Leistungen als Architekt anbelangt, so gehen die Meinungen auseinander. Er verstand es zwar meisterhaft, in Entwürfen Kunst mit Architektur zu vereinen, doch handwerklich war er – der nie Architektur studiert hatte – auf Hilfe von aussen angewiesen. Konkret auf den arrivierten Architekten Francesco Borromini (1599 im Tessin geboren). Als der Papst beim Bau seines «Palazzo Barberini» die Bauleitung seinem Günstling Bernini übertrug und ihn damit Borromini vor die Nase setzte, war der lebenslange Streit zwischen den beiden Architekten lanciert – er sollte erst mit dem Tod Borrominis 1667 enden.

 

Berninis auffälligstes Werk als Architekt sind die Kolonnaden am Petersplatz, die er unter Papst Alexander VII 1656-1667 schuf, und die bis heute als optische Meisterleistung gelten.

 

Bernini starb am 28. November 1680 nach kurzer Krankheit und einem Schlaganfall, der seinen rechten Arm gelähmt hatte. Er ruht in einem einfachen Grab in der römischen Kirche Santa Maria Maggiore.

 

 

 

 

 

 

Titelbild (Ausschnitt)

Gianlorenzo Bernini (1598-1680).

Verzückung der heiligen Teresa, 1647-52.

Kirche Santa Maria della Vittoria, Rom.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Aeneas und Anchises,
1618-19. Villa Borghese, Rom.

 

1618: Der Durchbruch als Bildhauer.

Bernini ist noch keine 20, als er dieses Werk schafft. Mit Aeneas und Anchises wird er als Künstler mit einem Schlag berühmt. Auftraggeber ist Kardinal Scipione Borghese, Neffe des regierenden Papstes Paul V (1605-1621), der die Skulptur für seine neue Villa Borghese bestellt.

 

Die Marmorskulptur zeigt den Gründungsmythos des antiken Roms: Dem Trojaner Aeneas gelingt es, aus dem von den Griechen eroberten brennenden Troja zu fliehen. Dabei trägt er Anchises aus dem Feuer. Nach langen Irrfahrten landen die zwei in Latium. Aeneas wird zum Stammvater der Römer.

 

Anchises ist ein bildschöner König aus trojanischem Geschlecht. Zeus lässt Aphrodite in Liebe zu ihm entbrennen. Sie schämt sich dieser Liebe, weil Anchises bloss ein Sterblicher ist. Sie verbietet ihm, über ihr Verhältnis zu reden. Im Rausch tut er es doch und wird deshalb von Zeus mit einem Blitz gelähmt. Deshalb muss ihn Aeneas tragen.

 

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Galleria Borghese, Rom.

 

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1621: Raub der Proserpina.

In dieser Skulptur bringt Bernini den Marmor förmlich zum Leben: Man betrachte die Hand des Pluto, wie sie sich ins Fleisch der Proserpina gräbt. Echter geht nicht! Unfassbar.

 

Und wer ist Proserpina? Eine Figur aus der griechischen Mythologie. Sie heisst griechisch Persephone (römisch Proserpina) und ist die Tochter von Demeter. Sie wird von Pluto (griechisch Hades), dem Herrscher der Unterwelt, geraubt und in die Unterwelt gezerrt, wo er sie ehelicht. Ihre verzweifelte Mutter will sie da wieder rausholen und ringt Jupiter – die höchste Gottheit der Römer – das Einverständnis ab, dass Proserpina nur die Hälfte des Jahres in der Unterwelt verbringen muss. Das ist nur die Kurzfassung – die ganze Geschichte ist natürlich viel komplexer. Der Raub der Proserpina war bei vielen Künstlern ein Thema. Schon Albrecht Dürer brachte 1516 eine Radierung mit diesem Sujet auf den Markt.

 

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Apollo und Daphne, 1622-
1625. Villa Borghese, Rom.

1622: Apollo und Daphne.

Auch hier ist der Auftraggeber Scipione Borghese. Bernini führt das Werk nicht allein aus, auch Giuliano Finelli trägt dazu bei.

 

Das Thema stammt aus Orvids Metamorphosen. Es geht um die Vergänglichkeit sinnlicher Schönheit und um die Eitelkeit des Strebens nach ihr. Die Skulptur zeigt, wie der verliebte Apollo Daphne verfolgt, doch sie will ihn nicht und flieht vor ihm. Um Apollo abzuwehren, bittet sie ihren Vater Peneios, er möge ihre reizende Gestalt verändern. Daraufhin lässt er aus ihren Fingerspitzen Lorbeer wachsen und aus ihren Zehen Wurzeln. Bernini schafft es meisterhaft, diesen filigranen Lorbeer aus dem Marmor zu zaubern.

 

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Ritratto di Costanza Bonarelli, 1637-1638. Museo Bargello,
Firenze.

 

 

1637: Eifersuchtsdrama um Costanza Bonarelli.

Dass sie verheiratet ist, stört Bernini nicht. Er verliebt sich in sie, sie werden ein Paar. Dann aber betrügt sie Bernini mit dessen Bruder Luigi. Bernini geht auf ihn los, bricht ihm zwei Rippen. Danach beauftragt er seinen Diener, der untreuen Costanza das Gesicht zu zerschneiden. Der tut das. Am nächsten Tag jagt Bernini, den blanken Degen in der Hand, seinen Bruder, findet ihn in der Kirche Santa Maria Maggiore. Dort schlägt er ein paar Priester nieder, die sich ihm in den Weg stellen. Der Bruder kann flüchten. Berninis Straftaten bleiben ohne Folge. Er muss zwar eine Busse bezahlen, bekommt aber vom Papst eine Auszeichnung: «Ein seltener Mensch, von sublimer Begabung, durch göttliches Wirken geboren, um zum Ruhme Roms Licht in dieses Jahrhundert zu tragen». So einen bestraft man doch nicht! Dafür wird der Diener aus Rom verbannt, Bruder Luigi muss nach Bologna flüchten und Costanza pflegt monatelang ihre Schnittwunden. Sie wird später Kunsthändlerin.

 

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Verzückung der hl. Teresa, 1646-1652. Cornaro-Kapelle in der Kirche Santa Maria della Vittoria, Rom.

 

 

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1646: Die Verzückung der heiligen Teresa.

Vermutlich Berninis meist bewundertes und meist diskutiertes Werk. Im 17. Jahrhundert finden viele, eine Skulptur mit einer solch erotischen Ausstrahlung gehöre nicht in eine Kirche. Der Künstler und sein Auftraggeber, Kardinal Federico Cornaro, waren da anderer Ansicht. Die 3.50 m hohe Skulptur aus weissem Carraramarmor zeigt die heilige Teresa im Augenblick ihrer Vision, bei der ein Engel seinen Pfeil auf sie richtet, «um damit ihr Herz mit der göttlichen Liebe zu treffen».

>mehr. Dabei macht sie ein so verzücktes Gesicht, dass man bis heute darüber diskutiert, ob da nicht mehr als die göttliche Liebe dahinter steckt.

 

Berninis Marmorskulptur wird aber nicht nur wegen des erotischen Gesichtsausdruckes der heiligen Teresa bewundert, sondern auch wegen des meisterhaften Faltenwurfes ihres Kleides.

 

Wer ist die heilige Teresa? Teresa von Ávila (1515-1582) war >Karmelitin. In der katholischen Kirche wird sie als Heilige und Kirchenlehrerin verehrt. 1614 sprach man sie selig, 1617 wurde sie zur Schutzpatronin von Spanien ernannt und 1622 heilig gesprochen.

 

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Fontana dei quattro fiumi. 1648-51. Piazza Navona, Rom.

1648-1651: Fontana dei quattro fiumi.

Ein Meisterwerk des römischen Hochbarocks. Auftraggeber ist Papst Innozenz X (Giovanni Battista Pamphilj, Papst von 1644-1655). Der Brunnen auf der Piazza Navona ist nicht zu übersehen. Er wird überragt von einem Obelisken, der einst im Circus Maxentius in der Via Appia stand. Berninis vier Riesenfiguren aus Marmor stellen die vier grössten Ströme der damals bekannten Welt dar: die Donau, der Nil, der Ganges und der Rio de la Plata.

 

Im Volk ist der Brunnen umstritten. Man bewundert zwar das künstlerische Werk, findet aber, man hätte mit dem vielen Geld Gescheiteres anstellen können. Infolge von Missernten in den Jahren 1647 und 1648 hungerten die Römer. Ihre Proteste waren unmissverständlich: «Wir wollen keine Obelisken und keine Brunnen, wir wollen Brot, Brot, Brot...».

 

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Petersplatz von der Domkuppel aus gesehen.
Foto Diliff, Wiki Commons.

1656-1667: Der Petersplatz in Rom.

Eines der architektonischen Highlights von Bernini. Vierzig Jahre zuvor war die Fassade des Doms fertiggestellt worden. Fehlte noch ein passender Platz davor. Papst Alexander VII aus dem Hause der Chigi (Papst von 1655-1667) gab Bernini den Auftrag dazu. Sein Meisterwerk sind die flankierenden Säulengänge. Ursprünglich war ein weiterer zentraler Säulengang als dritter Flügel geplant, doch der Tod des Papstes 1667 verhinderte die Ausführung. Der Obelisk in der Mitte des Platzes wurde rund 70 Jahre vorher unter Papst Sixtus V aufgestellt. Er stammt vom Zirkus des Nero.

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Fotos Werke von Gianlorenzo Bernini

Die acht Päpste zu Berninis Lebenszeit von 1598 bis 1680.

 

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Gemälde von Caravaggio,
Galleria Borghese.

 

 

PAUL V (1605-21). Camillo Borghese.

Sohn von Graf Marcantonio Borghese aus Siena. In Rom wird er Jurist der päpstlichen Kurie, 1596 Kardinalpriester, 1603 Inquisitor. Sofort nach seiner Wahl zum Papst 1605 ernennt er seinen Neffen Scipione zum Kardinalstaatssekretär. Die Borghese hieven sich zu einer der reichsten Familien Roms. Sie gründen die päpstliche «Banco di Santo Spirito». Paul V erteilt 1608 auch den Auftrag zum Bau der Fassade des St. Peter, an Carlo Maderno (1556-1629). >Villa Borghese

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Skulptur von Bernini, 1621. Tannenbaum Coll. Toronto.

 

GREGOR XV (1621-23). Alessandro Ludovisi.

Stammt aus Bologna. Sohn von Graf Pompeo Ludovisi. Einer der wenigen Päpste dieser Epoche, die Theologie studiert haben. Er gründet die Behörde für Missionierung in Afrika, Asien, Amerika. Ein Jahr nach Amtsantritt reformiert er die Papstwahl. Fortan gilt die geheime Wahl mit Stimmzetteln. Kunst spielt bei ihm nur eine Nebenrolle.

 

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Gemälde von Bernini , 1632. Galleria Nazionale Arte Antica, Rom.

 

URBAN VII (1623-44). Maffeo Barberini.

Kommt in Florenz zur Welt, studiert Jura in Pisa.
Als Papst perfektioniert er den hemmungslosen Nepotismus, besetzt alle Schlüsselstellen mit Familienmitgliedern – von der Politik bis zu den Finanzen. Und sichert sich und seinem Familienclan Macht und Geld.

 

Für den Künstler Bernini ist Urban VIII ein Glücksfall. Er ist sein grösster Fan und wichtigster Auftraggeber. Bernini wird mit Aufträgen eingedeckt und arbeitet für ihn vom Petersdom bis zu seinem eigenen >Palazzo Barberini.

 

 

innozenzX

Gemälde von Velazquez, Galleria Doria Pamphilj, Rom.

 

INNOZENZ X (1644-55). Gian Battista Pamphilj.

Der «Unschuldige» möchte seine Vorgänger wegen Nepotismus zur Rechenschaft ziehen, doch die Barberini ziehen es vor, nach Frankreich zu flüchten. Der französische Kardinal Mazarin erreicht dann, dass es keinen Prozess gibt. Der Künstler Bernini hat zunächst keinen guten Zugang zum neuen Papst, aber mit dem Entwurf zum Vier-Ströme-Brunnen auf der >Piazza Navona ändert sich das. Wie könnte ihm Innozenz widerstehen, wo ihm der Künstler ein Werk hinlegt, in dem der ganze Planet dem Papst als Alleinherrscher huldigt?
>Palazzo Pamphilj

 

alexanderVII

Gemälde von Gaulli, 1655.
Nat.Galerie Sofia.

 

ALEXANDER VII (1655-67). Fabio Chigi.

Der Sohn eines Bankers, geboren in Siena. Studiert Philosophie und Theologie. Mit ihm als Papst ist der Nepotismus wieder der Normalfall. Sein Bruder und drei Neffen erhalten von ihm wichtige Posten.

 

Für Künstler Bernini brechen wieder goldene Zeiten an. Alexander ist ein Kunst- und Baufan. Er erteilt Bernini den Auftrag zum Ausbau des Petersplatzes und zum Bau der «Cathedra Petri» im Dom.

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Gemälde von Maratta, 1669. Eremitage St. Petersburg.

CLEMENS IX (1667-69). Giulio Rospigliosi.

Der Toskaner wird in Pistoia geboren, studiert Theologie, Philosophie und Recht. In Rom wird er 1632 Referendar in der Justizabteilung – unter Urban VIII. So lernt er auch gleich Bernini kennen. Eine gute Ausgangslage für den Künstler, als Giulio Rospigliosi Papst wird. Man versteht sich auf Anhieb, sind sie doch beide Theaterliebhaber und Autoren von Opernlibretti. Einige nennen Clemens IX denn auch «Theaterpapst». Er erteilt Bernini den Auftrag, die Engelsbrücke neu zu gestalten. Zehn überlebensgrosse Statuen sollen die Brücke zieren.

 

clemensX

Skulptur von Bernini, 1672.

 

CLEMENS X (1670-76). Emilio Altieri.

Stammt aus einer römischen Patrizierfamilie. Er arbeitet zunächst als Rechtsanwalt. Als Papst erteilt er Bernini den Auftrag für eine Statue der seligen Ludovica Albertoni (eine Nonne aus dem 15. Jahrhundert, die er 1671 selbst seliggesprochen hatte). Die Figur in der Cappella Albertoni (Kirche San Francesco a Ripa, Rom) ähnelt stark der berühmten «verzückten Teresa».

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Künstler unbekannt.

INNOZENZ XI (1676-89). Benedetto Odescalchi.

Aus Como. Studiert Recht und Theologie in Neapel. Seine Ziele als Papst sind die Sanierung der Finanzen und die Bekämpfung des Nepotismus. Er verordnet dem Kirchenstaat rigorose Sparmassnahmen. An Kunst ist er nicht interessiert, empfindet sie gar als anstössig. Der einzige Auftrag, den Bernini von ihm erhält, ist die Verhüllung der nackten Veritas am Grabmal für Alexander VII.

   

 

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