Rudolf Koller (1828-1905).


Der berühmteste Tiermaler der Schweiz. Rudolf Koller kommt in Zürich zur Welt. Sein Vater ist Metzger und Gastwirt. Bei einem Landschaftsmaler erhält er Zeichenunterricht – es ist sein Onkel. Schon früh weiss der kleine Ruedi, dass er «Pferdemaler» werden möchte. Mit 15 bricht er die Schule ab und lässt sich weiter ausbilden, als Landschaftsmaler und Porträtist. Seine ersten Pferdestudien entstehen in einem Gestüt nahe Stuttgart. Vom König von Württemberg erhält er Aufträge für Pferde- und Hundebilder.

 

An der Kunstakademie Düsseldorf lernt er Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach kennen. In Paris kopiert er niederländische Werke und trifft auf moderne Tiermaler. Die Malerei unter freiem Himmel, wie sie die Barbizon-Malerkolonie lehrt, fasziniert ihn.

 

1851 kehrt er nach Zürich zurück und freundet sich mit den Malern Robert Zünd und Ernst Stückelberg an. Er bekommt Aufträge für Tierbilder, die er in seinem Zürcher Atelier ausführt. Mit Robert Zünd arbeitet er an Landschaftsstudien des Walensees.

 

Ab 1862 wohnt er im eigenen Haus in der Hornau am Zürichhorn, wo er zum Studium an der Natur Tiere hält. Ab 1869 unterrichtet er mehrere Schüler, darunter Charles François Vuillermet und Adolf Stäbli, die beide für ihre Landschaftsmalerei bekannt werden.

 

Als Kollers Hauptwerk gilt das 1873 erschaffene Gemälde «Gotthardpost». Zu seinem 70. Geburtstag findet 1898 in Zürich eine grosse Werkausstellung statt. Sie verzeichnet über 20'000 Besucher. Im gleichen Jahr verleiht ihm die Universität Zürich die Ehrendoktorwürde.

 

Rudolf Koller stirbt 1905 in seinem Haus am Zürichhorn. Er liegt auf dem Friedhof Sihlfeld beerdigt, gleich neben Gottfried Keller. Sein Haus am Zürichhorn samt Atelier wurde 1938 abgebrochen.

 

 

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Rudolf Koller mit etwa 70Jahren in einem
Gemälde von >Sigismund Righini (1870-1937).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bertha Schlatter, die Braut, 1856.

Das Gemälde zeigt seine Braut, die er noch im gleichen Jahr heiratet. Die Hochzeitsreise der beiden führt nach Wien. Dort ist Koller bereits kein Unbekannter mehr, hier hat er schon mehrmals ausgestellt.

 

Kunsthaus Zürich.

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Die Kuh im Krautgarten, 1857.

Was für ein originelles Werk. Eines seiner bekanntesten Tierbilder. Es entsteht in einer Zeit, als Koller bereits sein eigenes Atelier in Zürich-Oberstrass hat.

 

Kunsthaus Zürich.

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Richisau, 1858.

Im Glarnerland enstehen mehrere Landschaftsbilder, einige in Zusammenarbeit mit Robert Zünd.

Museum Winterthur Reinhart.

schafe

Schafe im Stall, 1861.

Ein Meisterwerk in Sachen Lichtführung – wie eine Fotografie. Die Fotografie ist zwar schon erfunden, aber so etwas kann sie noch nicht.

Kunstmuseum Luzern.

pflueger

Der Pflüger, 1870.

Pferdemaler wollte Rudolf Koller als Kind schon werden – hier sieht man, warum. Eine grossartige Dynamik zeichnet dieses Gemälde aus.

Kunshaus Aarau.

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Brüllendes Rind, 1871.

So perfekt gemalt, dass man das Rind förmlich brüllen hört.

Kunstmuseum Winterthur.

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Die Gotthardpost, 1873.

Koller malt das Bild im Auftrag der Nordostbahn, als Geschenk für Alfred Escher, den Erbauer des Gotthardtunnels. Es zeigt eine fünfspännige Postkutsche, die die Tremola hinunterrast, ein Kalb flüchtet vor ihr. Mit dem Bau der Gotthardbahn 1882 und der Inbetriebnahme durch die SBB 1909 endet die Geschichte der Postkutschen. Es ist Kollers berühmtestes Bild. Kunsthaus Zürich.

 

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