Niki de Saint Phalle
(1930-2002)


Niki de Saint Phalle wurde im Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine geboren, wuchs aber hauptsächlich in den USA auf. Durch ihre Heirat mit Jean Tinguely im Jahr 1971 wurde sie auch Schweizerin.

 

Bevor sie Bildhauerin wurde, machte sie als Aktionskünstlerin von sich reden, indem sie Farbbeutel in Gipsreliefs einarbeitete und dann bei der Vernissage auf diese schoss.

 

Richtig bekannt wurde sie dann durch ihre «Nanas» – Frauenfiguren mit betont üppigen Formen – zuerst aus Draht und Textilien, später dann aus Polyester. 1968 wirkte sie erstmals an einer Ausstellung im Museum of Modern Art in New York mit. In vielen Städten Europas stehen heute ihre Figuren, so u.a. in Zevenaar, Hannover, Ulm, Stockholm, Zürich und Paris (wo sie beim Centre Pompidou mit Jean Tinguely den Strawinski-Brunnen gestaltete). 1978 begann sie mit dem Bau ihres Lieblingsprojektes, des «Giardino dei Tarocchi» in Capalbio (Toscana), den sie in jahrelanger Arbeit zusammen mit Jean Tinguely realisierte, und der heute eine Touristenattraktion ist.

 

tinguely

Ein Werk von Jean Tinguely im «Giardino dei Tarocchi» in Capalbio/Toscana.

 

>Fotos/Diashow

 

 

Niki de Saint Phalle zog sich im Umgang mit giftigen Dämpfen bei der Verarbeitung von Kunststoff schwere Komplikationen der Atemwege zu und übersiedelte auf Anraten ihrer Ärzte in ein «gesundes Klima»: nach San Diego/USA. Dort starb sie 2002 im Alter von 71 Jahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

niki400

 

 

«Ich war eine zornige junge Frau...


...doch gibt es ja viele zornige junge Männer und Frauen, die trotzdem
keine Künstler werden. Ich wurde Künstler, weil es für mich keine
Alternative gab – infolgedessen brauchte ich auch keine Entscheidung

zu treffen. Es war mein Schicksal. Zu anderen Zeiten wäre ich für
immer in eine Irrenanstalt eingesperrt worden – so aber befand ich
mich nur kurze Zeit unter strenger psychiatrischer Aufsicht, mit zehn
Elektroschocks usw. Ich umarmte die Kunst als Erlösung und
Notwendigkeit».

 

So beschrieb sie ihren Drang, Künstlerin zu werden.

 

portrait

Niki de Saint Phalle (eigentlich hiess sie Catherine Marie-Agnès

Fal de Saint Phalle), porträtiert von Lothar Wolleh.
(Quelle/Fotoquelle: Wiki Commons, www.lothar-wolleh.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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