British Museum, London.

 

Das Museum der Superlative, gigantisch. Es zeigt die ganze Kulturgeschichte der Menschheit und soll acht Millionen Objekte unter seinem Dach haben. Und dazu eine Bibliothek mit 350'000 Bänden.

 

Begonnen hat alles damit, dass um 1750 herum der Arzt und Wissenschaftler Sir Hans Sloane dem Staat seine Literatur- und Kunstsammlung vermachte. Woraufhin das Parlament beschloss, diese Kollektion unter dem Namen «British Museum» zu pflegen. Das dafür ausgewählte Herrenhaus im Stadtteil Camden war aber bald zu klein. Deshalb wurde ein «richtiges» Museum gebaut. Der klassizistische dreistöckige Bau, wie er heute noch steht, konnte 1848 eingeweiht werden. 2000 kam der Great Court dazu. «Great» passt da wirklich, das ist ein äusserst spektakuläres Bauwerk mit einer beeindruckenden Glasüberdachung. Der einheimische Architekt Norman Foster hat einmal mehr eine Glanzleistung abgeliefert.

 

Wer sich für die Antike interessiert, wird in diesem Museum glänzend bedient. Nicht nur «Klassiker» der Ägypter, Assyrer, Griechen und Römer sind hier grosszügig vertreten, sondern auch Kunst aus Afrika, Mexiko und Nordamerika, von Korea über Japan bis hin zu den Südseeinseln. Und natürlich auch Europa. Alles da, in jeder Form. Von Vasen über Münzen und Medaillen bis zu Schmuck und Uhren.

 

Unmöglich, alles zu besichtigen. Da gibt es nur eine Lösung: Selektiv vorgehen. Egal, was für ein Lieblingsgebiet man hat oder wählt, es wirft einen um.

 

 

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Eingangsportal zum British Museum, London.

 

 

 

 

 

 

 

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Der neue Innenhof – Norman Fosters Handschrift.

Die Briten nennen ihn «Great Court». Das spektakuläre Dach ist eine Stahl-Glas-Konstruktion, die aus über 1'600 Glasplatten besteht. Ein österreichisches Stahlbauunternehmen hat sie extra produziert. Der «Great Court» wurde im Jahr 2000 eingeweiht. Es soll der grösste überdachte öffentliche Platz Europas sein. Photo by David Iliff. License: CC-BY-SA 3.0. Wiki Commons.

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Reiche Ägyptensammlung.

Die schönsten Statuen der Pharaonen aus allen Epochen der langen Herrschaft der Ägypter. Hier im Bild ein Prachtsexemplar des Superstars Ramses II aus dem 13. Jahrhundert vor Christus. Ramses II war der Sohn von Sethos I und regierte 67 Jahre lang – für damalige Verhältnisse eine gewaltige Zeitspanne.

grabmalerei

 

Grabmalerei vom Feinsten.

Die Ägypter waren felsenfest davon überzeugt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Und deshalb haben sie den Verstorbenen alles mit auf den Weg gegeben, um es auch im Jenseits gut zu haben. Auf den Grab-Malereien sind all die schönen Dinge zu sehen.

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Sogar Katzen wurden mumifiziert.

Von den mumifizierten Pharaonen hat jeder schon gehört. Aber dass man den Königen auch ihre Lieblingskatzen als Mumien mit ins Grab gelegt hat, ist schon speziell. Anderseits: Die Katze war das Symbol der Göttin Bastet. Konnte ja nicht schaden, im Jenseits eine Gottheit mehr an seiner Seite zu haben.

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Stein von Rosetta – Highlight des Museums.

Dieser gewaltige 7-Tonnen-Granitblock wurde 1799 von Napoleons Truppen gefunden. Er stammt aus dem 2. Jahrhundert vor Christus und weist Schriften in drei Sprachen auf: ägyptische Hieroglyphen, demotisch und altgriechisch. Damit gelang es 1822, die Hieroglyphen zu entziffern. Ohne diesen Stein würde man (vielleicht) heute noch im Dunkeln tappen.

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Drawings and Paintings.

Nicht das Spezialgebiet des British Museums, aber zwei Räume (90 und 91) sind diesem Thema doch gewidmet. Hier eine Zeichnung von Henry Moore (1898-1986). Reclining Figure and red rocks, 1942.

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William Turner (1775-1851).

Okay, wer Turner sehen will, geht besser in die >Tate Britain oder in die >National Gallery. Aber dieses Aquarell gibts hier: Venice, a storm, 1840.

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David Hockney (geb. 1937).

Den sieht man normalerweise im British Museum nicht. Aber weil der Brite im Juli 2017 seinen 80. Geburtstag feiert, widmet man ihm eine Sonder-Ausstellung mit einer Reihe von Zeichnungen. Diese hier heisst «The Student» und stammt aus dem Jahr 1973.
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Fotos / Diashow

 

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