The Courtauld Gallery London

 

Einfach nur sensationell, was in dieser privaten Kunstgalerie zu entdecken ist. In jedem Raum brilliert mindestens ein Topbild der Topstars. Vor allem französische Impressionisten. Von Manet bis Monet, von Renoir bis Cézanne, von Gauguin bis Van Gogh. Alles vom Feinsten. Übersichtlich präsentiert, überschaubar, handlich. Und ohne Gedränge, wie es in grossen Londoner Museen die Regel ist. Eine Perle unter den Kunstmuseen.

 

Samuel Courtauld (1876-1947) war ein echter Kunstfan. Er stammte aus reichem Haus einer Familie, die ihr Geld mit Textilfabriken gemacht hatte. Samuel, in der vierten Generation stehend, baute das Familienvermögen weiter aus: Das gelang ihm mit einer Kunstseide, die er in den 1920er-Jahren entwickelte. In Sachen Malkunst war er ein Fan der französischen Impressionisten, aber davon gab es damals in London nicht viel zu sehen. Die Tate sammelte nur britische Kunst und die National Gallery zeigte bloss Werke von verstorbenen Künstlern.

 

Also baute Courtauld seine eigene Sammlung auf. Ihm gelang der Ankauf von Meisterwerken, um die sich heute jedes grosse Museum der Welt reissen würde. Wie zum Beispiel Edouard Manets «Die Bar in der Folies-Bergère» oder Pierre-Auguste Renoirs «La Loge». Oder ein echter Modigliani.

 

1932 gründete er das Courtauld Institute of Art in London und übergab diesem seine Sammlung. Diese konnte dann 1934 durch die Kollektion des Kunstkritikers Roger Fry noch ergänzt werden. Und nach dem Krieg kamen auch noch Werke von grossen alten Meistern wie Brueghel, Cranach und Rubens hinzu.

 

Seit 1989 hat die Courtauld Gallery ihren Sitz im Somerset House in London. Dort befand sich einst die Royal Academy of Arts.

 

 

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Somerset House, London.

 

 

 

 

 

 

 

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Edouard Manet (1832-1883).

Eines seiner berühmtesten Bilder. «Die Bar in der Folies-Bergère» zeigt eine der Barmaids, die dafür bekannt waren, dass sie Drinks und Liebe verkauften. Manet war dort gern gesehener Gast. Das Bild ist allerdings in seinem Atelier entstanden. Es ist sein letztes grosses Werk, das er am Salon 1882 ausstellte.

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Amedeo Modigliani (1994-1920).

«Nackte Frau», 1916. Das Bild gehört zu einer Serie von gefeierten Nudes, die zwischen 1916 und 1917 entstanden. Allerdings sorgten sie auch für Skandale. Als sie erstmals in Paris gezeigt wurden (in der Berthe Weill Galerie), schloss die Polizei die Ausstellung – die Bilder wurden als obszön taxiert. Solche Modigliani-Werke gibt es nur in den renommiertesten Museen der Welt – eins davon bei Courtauld.

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Paul Cézanne (1839-1906).

Von Cézanne ist bei Courtauld eine ganze Reihe zu sehen, darunter natürlich auch eines seiner Werke des «Montagne Sainte-Victoire». Dieses Stillleben heisst «Pot of Flowers and Pears» und entstand 1888-1890.

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Pierre-Auguste Renoir (1841-1919).

«La Loge» entstand 1874 im Atelier. Es zeigt Nini Lopez, eines von Renoirs Lieblingsmodellen, und seinen Bruder Edmond, in einer supponierten Loge. Edmond scannt das (nicht vorhandene) Publikum mit seinem Feldstecher. Das Bild wurde 1874 an der ersten Gruppenausstellung der Impressionisten gezeigt.

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Georges Seurat (1859-1891).

«Young Woman powdering herself», 1888-90. Die Frau ist Madeleine Knobloch, eine Geliebte von Seurat. Im kleinen Bild oben links war zunächst ein Selfportrait des Künstlers, das er aber übermalte. Das Werk zeigt ganz deutlich die spezielle Maltechnik des Pointillisten Seurat. Mit den klar erkennbar gesetzten Punkten.

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Paul Gauguin (1848-1903).

«Te Reriora (Der Traum)», 1897. Dieses Bild malte Gauguin während seines zweiten Aufenthaltes in Tahiti. Er schrieb dazu: «Alles ist ein Traum. Ist es das Kind? die Mutter? Der Reiter auf dem Weg? oder vielleicht ist es der Traum des Künstlers!!!».

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