Tate Britain Gallery, London.

 

Bis Ende des 19. Jahrhunderts stand hier in Millbank noch das grösste Londoner Gefängnis. Als dann Sir Henry Tate der britischen Regierung offerierte, eine Galerie für moderne Kunst zu sponsern, wurde es abgerissen und durch einen imposanten neoklassizistischen Kunsttempel ersetzt. In diesem ist ist nun die Tate Britain zuhause. Seit 1897.

 

Sir Henry Tate (1819-1899) war im Zuckergeschäft tätig. Er betrieb eine Raffinerie in Liverpool, später auch an der Themse. Zum Millionär wurde er dann mit der Herstellung von Würfelzucker, der den Zuckermarkt revolutionierte. Einen Teil seines Vermögens verwendete er, um Krankenhäuser und Colleges zu sponsern. Und um eine wertvolle Kunstsammlung aufzubauen. Diese schenkte er zunächst der National Gallery, die dafür aber keinen Platz fand. Also finanzierte Tate auch noch (zur Hälfte) den Bau seiner neuen Galerie in Millbank, die andere Hälfte kam durch Publikumsspenden zusammen, die die «Times» organisierte. Am 21. Juli 1897 konnte die «Tate Gallery» eröffnet werden.

 

Heute umfasst die Sammlung mehrere tausend Gemälde britischer Künstler vom 16. - 19. Jahrhundert und internationale Werke bis in die Moderne. Eindrücklich ist vor allem die mächtige Sammlung des Nachlasses von William Turner.

 

Die Tate Britain liegt direkt an der Themse und ist auch bequem per Schiff erreichbar. Die entsprechende Anlegestation heisst «Millbank Millenium Pier». Zwischen der Tate Britain und der Tate Modern (Station «Bankside Pier») verkehren fahrplanmässig Boote. Sehr praktisch. So erspart man sich die Staus in Londons Strassen.

 

 

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Tate Britain Gallery, London. Ein
richtiger Kunsttempel.

 

 

 

 

 

 

 

gainsborough

17./18. Jahrhundert

Das älteste Bild, das ich gefunden habe, ist von einem gewissen Nathaniel Bacon und stammt aus dem Jahr 1620. Bekannte Namen sind George Stubbs (mit seinen Tierbildern) und Joshua Reynolds. Und der Berühmteste dürfte Thomas Gainsborough sein. Hier mit seinem Werk «Peter Darnell Muilman, Charles Crokatt and William Keable in a Landscape» von 1750.

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constable

19. Jahrhundert

John Constable (1776-1837) ist berühmt für seine romantische Landschaftsmalerei. Er malte aber auch Porträts, Stillleben und Pferde. Dieses hier heisst «The Grove, Hampstead» und wurde 1821-22 gemalt. Zu den Grössen des 19. Jahrhunderts gehören auch David Roberts, Frederic Leighton und natürlich William Turner. Diesem sind in der Tate mehrere Säle gewidmet.

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turner

William Turner (1775-1851).

Der Londoner gilt als der bedeutendste Künstler Englands in der Epoche der Romantik. Seine Werke, die sich vor allem mit dem Meer, mit Schiffen und mit der Landschaft befassen, sind weltberühmt. Man kann ihn als den Vorläufer der Impressionisten bezeichnen. Er war einer der ersten, die mit schnellen Pinselstrichen vor allem auf Stimmung aus waren. >mehr

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moore

20. Jahrhundert

Die modernen Engländer erreichten international nie die Reputation der französischen Grössen. Mit Ausnahmen wie Francis Bacon oder Henry Moore. Und doch sind in der Tate Gallery viele interessante Werke von britischen Künstlern zu sehen.

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Sonderausstellung David Hockney

vom 9. Februar bis 28. Mai 2017

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David Hockney (1937).

Unter den lebenden Künstlern dürfte David Hockney der bekannteste Brite sein. Er lebte 30 Jahre lang in Kalifornien und kehrte erst 2000 wieder nach England zurück. >mehr

 

 

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Fotos / Diashow Hockney

 

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