Tate Gallery of Modern Art, London.

 

Das jüngste der grossen Londoner Kunstmuseen steht erst seit dem Jahr 2000. Eigentlich wollte man die «Modernen» im Haupthaus der >Tate in Millbank unterbringen, aber da gab es zu wenig Raum. Also plante man ein eigenes Haus für die die Kunst ab 1900 und wurde in Bankside fündig. Hier stand eine alte Power Station. Diese wurde von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron in ein Kunsthaus umgebaut und am 11. Mai 2000 dem Publikum übergeben.

 

Man plante mit zwei Millionen Besuchern pro Jahr. Aber schon bald kamen über 5 Mio, und da auch die Anzahl der Exponate ständig stieg, wurde ein weiterer Neubau nötig. Zunächste dachte man an eine Glaspyramide – abgekupfert vom Louvre in Paris – aber diese Idee wurde nicht realisiert. Dafür beauftragte man nochmals Herzog & de Meuron, etwas Neues zu schaffen. Nun ist es ein futuristisches Backsteingebäude geworden, das gut zur alten Power Station passt. Das «Switch House», wie das neue Gebäude genannt wird, konnte 2016 eröffnet werden. Es enthält nicht nur Kunst, sondern auch eine Aussichtsterrasse in Level 10, von wo aus man die Themse mit der Milleniumsbrücke und halb London bis rauf zur Saint Pauls Cathedral im Blick hat – eine tolle Attraktion.

 

 

powerstation

Das Museum in der ehemaligen Powerstation

in Bankside. Eröffnet im Jahr 2000.

 

switchhouse

Das neue Gebäude der Tate Modern,

das «Switch House», eröffnet 2016.

 

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Die «hauseigene» Bootsanlegestelle, die

Bankside Pier. Von hier aus kann man per

Schiff zur Tate Britain fahren. Und umgekehrt.

 

 

 

 

 

 

 

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Salvador Dalì (1904-1989).

Klar, dass dieses legendäre Lobster-Telefon in der Tate Modern zu sehen ist, wo sonst. Dalì baute es 1936 für den Briten Edward James, einen der bekanntesten Sammler von surrealen Kunstobjekten. Gemäss Dalì verkörpert der Lobster die Verbindung zwischen Food und sexueller Begierde. Mehr über Salvador >Dalì.

degas

Edgar Degas (1834-1917).

«Die vierzehnjährige Tänzerin» aus dem Jahr 1881 ist eine Wachsfigur mit echtem Rock, einem Mieder aus Leinen, mit Tanzschuhen aus Stoff und einer Frisur aus Rosshaar. Damit verursachte Degas in Bildhauerkreisen einen riesigen Aufruhr, weil alte Bildhauertradtionen aufgebrochen wurden. Mehr über >Edgar Degas.

duchamp

Marcel Duchamp (1887-1968).

Natürlich tut man Duchamp unrecht, ihn auf dieses Objekt zu reduzieren, aber es ist nun mal sein berühmtestes unter allen Ready-mades, die er fabrizierte. Er nahm ein Pissoir, stellte es auf den Kopf und nannte es «Fountain». Dies hier ist zwar nur eine Replik von 1964 des Originals aus dem Jahr 1917 – aber immerhin Aug' in Auge zu sehen.

warhol

Andy Warhol (1928-1987).

Seine Masche ist legendär: Man nehme ein Bild und vervielfache es x-mal. Egal, ob es Suppendosen oder Banknoten sind. Oder wie hier Marilyn Monroe. Als diese 1962 starb, würdigte er sie auf seine Weise. Er verwendete eine Foto von ihr aus dem Jahr 1953 und veränderte diese in zahllosen Farbkombinationen.

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Joseph Beuys (1921-1986).

Der Mann, der selbst ein Kunstwerk ist und alles zur Kunst erklärte, was auf der Welt existiert. Er war Zeichner, Bildhauer, Aktionskünstler – und nicht alles, was er veranstaltete, wurde begriffen. Möglich, dass diese Installation auch dazu gehört. Man muss ja nicht immer alles verstehen.

picasso

Pablo Picasso (1881-1973).

Zweifellos wären die Leute enttäuscht, wenn sie in der Tate Modern keine Werke von Picasso fänden. Es gibt mehrere zu sehen. Dieses hier heisst «Buste de femme» und stellt eine seiner Ehefrauen dar: Dora Maar. 1944. Mehr über >Picasso und seine Frauen.

gormley

Antony Gormley (1950).

Diese übermannsgrosse Figur aus Blei, Fiberglas und Mörtel weist in der Brust, an den Händen und Füssen «Wunden» auf. Sie stellt einen Bezug zum gekreuzigten Jesus her und basiert auf einem Gemälde aus dem 15. Jahrhundert von Giovanni Bellini, das den heiligen Franz von Assisi zeigt.

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Nam June Paik (1932-2006).

Der Koreaner zeigt mit seinem «Bakelite Robot 2002» eine Skulptur von alten Radios und Monitoren, die er auf Flohmärkten kaufte. In den primitiven Monitoren laufen Videofilme, die man kaum erkennen kann. Aber immerhin flimmert etwas. Und der Robotor sieht irgendwie sweet aus.

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Fotos / Diashow

 

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