Madrid und seine Museen

 

Den weltberühmten Prado kennt jeder. Er ist ja auch das weitaus meistbesuchte Museum von Madrid, mit drei Millionen Besuchern pro Jahr. Aber ist es auch das Beste?

 

Meine Nummer 1 ist das Museum Thyssen-Bornemisza. Es ist viel «handlicher» als der Prado und zeigt erst noch die ganze Palette der bildenden Kunst: 500 Jahre auf einen Blick! Vom Mittelalter bis zur Moderne! Kompakt, überblickbar und hochklassig. Zudem: In diesem Haus geniesst man die Ruhe und hat Zeit für die Kunstbetrachtung. Kein Gedränge wie im Prado, wo die Touristen durch die Räume hetzen und sich vor den Highlights stauen. Im Thyssen sind zwar weniger alte Meister zu sehen als im Prado – immer noch genug! – aber diese kann man relaxt und mit Musse studieren. Und darf sie erst noch ablichten. Im Prado dagegen ist Fotografieren strikte untersagt. Das trübt die Freude, denn man möchte doch das Gesehene festhalten und mit nach Hause nehmen dürfen.

 

Mein wirkliches Lieblingsmuseum liegt abseits des Museumsviertels und ist ein wahres Kleinod: Das Museo Sorolla. Das hat mit dem Haus zu tun – ausgestattet wie ein Künstleratelier – vor allem aber natürlich mit dem Künstler. Joaquim Sorolla, der diese herrlichen Plein-air-Werke geschaffen hat. Bilder, die gute Laune machen. Dieses schmucke kleine Museum muss man einfach gern haben. Auf jeden Fall besuchen!

 

 

 

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Museo del Prado

Das grosse Museum für die grossen Meister. Vor allem die spanischen sind in eindrücklicher Dichte zu sehen, allen voran die beiden Superstars Goya und Velazquez. Dazu Ribera, Murillo, Zurbaran etc. Und auch die anderen europäischen Topshots wie Titian, Raffael, Caravaggio, Dürer, Bosch, Brueghel, Rubens, Rembrandt und so weiter. Was es aber nicht zu sehen gibt: Moderne Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Diese war früher auch mal im Prado, wurde dann aber ins Museo Reina Sofia ausgelagert.

 

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Museo Reina Sofia

Seit 1992 zuständig für Moderne und zeitgenössische Kunst. Superstar hier ist natürlich Pablo Picasso. Vor allem mit seinem Werk aus dem Jahr 1937: Guernica. Dieses acht Meter breite Gemälde ist das Highlight des Museums. Aber auch Salvador Dali und Joan Miro zählen zu den Rennern. Daneben sind noch viele weitere spanische Künstler zu sehen.

 

Das «Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia» ist in wenigen Minuten zu Fuss vom Prado aus erreichbar: Calle de Santa Isabel 52.

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Museo Thyssen-Bornemisza

Hier kann man Kunstgeschichte von über 500 Jahren an sich vorbeiziehen lassen! Eine wirklich schön ausgesuchte Sammlung – von der Renaissance bis zur Moderne. Dieses Museum gibt es erst seit 1992. Es zieht jährlich rund eine Million Besucher an. Auch die Geschichte um dieses Museum und rund um die Familie Thyssen ist hochinteressant. Zum Beispiel, wie der Erbe des Stahlimperiums zum Baron wurde...

 

Auf jeden Fall besuchen! Paseo del Prado 8.

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Museo Sorolla

Das Kleinod unter Madrids Museen ist einem einzigen Künstler gewidmet: Joaquim Sorolla Bastida.

Er ist der Meister im Umgang mit Licht. Seine Farben begeistern. Keiner fängt die Stimmung des Südens schöner ein. Besonders berühmt ist er für seine Gemälde, die das Leben am Meer zeigen, seien es Fischer bei der Arbeit, seien es Menschen in ihrer Freizeit. Sein Plein-air-Realismus wirkt wie Fotografie.

 

Adresse: Paseo del General Martinez Campos 37.

 

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Museo Bellas Artes

Hier, in einem Barockpalast aus dem 18. Jahrhundert, war einst die Königliche Akademie der schönen Künste zuhause. Heute befindet sich hier nur noch das Museum. Der Star der Akademie und des Museums ist Francisco de Goya. Dieser war ab 1780 Mitglied der Akademie, ab 1795 sogar deren Direktor. Nur wenig Publikumsandrang. Heisst: Alles in Ruhe betrachten dürfen!

 

Real Academia de Bellas Artes de San Fernando,

Calle Alcalà 13, 28014 Madrid.

 

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