Musée de l'Orangerie, Paris

 

Im Palais des Tuileries residierte einst Napoléon. Von seinem Palast steht aber nicht mehr viel – dieser wurde während der Aufstände der «Pariser Kommune» 1871 total zerstört. Übrig geblieben ist aber noch die ehemalige «Orangerie», in der die Orangenbäume des Parks jeweils überwinterten.

 

Und in dieser Orangerie ist heute ein absolut einmaliges Museum untergebracht, eine wahre Perle! In zwei ovalen Räumen in der oberen Etage sind Claude Monets riesige Seerosengemälde zu sehen. Man kann sie buchstäblich bewandern und wird total in ihren Bann gezogen. Wunderbar!

 

Unter diesem «Monet-Festival» ist zudem die Privatsammlung von Paul Guillaume (1891-1934) ausgestellt. Und auch da kommt man ins Schwärmen. Sie zeigt alle grossen Namen der frühen Moderne: Cézanne, Matisse, Picasso, Derain, Renoir, Modigliani, Soutine, Utrillo und und. Freunde der modernen Malerei fühlen sich hier im Schlaraffenland, es ist unglaublich, was da zusammengetragen wurde.

 

Und als Pünktchen aufs i steht vor der Orangerie eine der schönsten Plastiken von Auguste Rodin:
«Le Baiser».

 

 

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Musée de l'Orangerie, Paris

 

 

 

 

 

 

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Claude Monet (1840-1926)

Dreissig Jahre lang bis zu seinem Tod malt Monet in Ginvenchy am Teich seiner Liegenschaft und schafft dabei 300 Seerosengemälde. Noch vor seinem Tod wird ihm ein Museum gewidmet: In der Orangerie. Zwei ovale Räume, in denen er acht seiner riesigen «Nymphéas» platziert. Alle zwei Meter hoch, aber unterschiedlich lang – je 6 bis 17 Meter – im Kreis angeordnet, also unendlich...

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Pierre-Auguste Renoir (1841-1919)

Erst im Alter von 30 beginnt er seine eigentliche Karriere als Maler. Zuerst wendet er sich dem Impressionismus zu, mit Vorliebe für Darstellungen gesellschaftlicher Anlässe. 1874 setzt er sich zwar noch für die Durchführung der ersten Ausstellung der Impressionisten ein, findet aber später mehr und mehr Gefallen am klassizistischen Stil.
Bild: Femme nue dans un paysage, 1883.

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Henri Matisse (1869-1954)

Zählt zu den bedeutendsten Vertretern der klassischen Moderne und neben André Derain zu den Wegbereitern des Fauvismus, der die Distanzierung und Loslösung vom Impressionismus anstrebte.
Bild: Odalisque à la culotte grise, 1927.

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André Derain (1880-1954)

Einer der führenden Künstler der französischen Avantgarde. Er hat seine fauvistische und kubistische Periode (mit Picasso und Braque), entfernt sich davon aber wieder und wendet sich mehr der realistischen Malerei zu, ständig auf der Suche nach dem «endgültig richtigen Weg» für sich. Bild: Portrait de Madame Paul Guillaume au grand chapeau, 1928-29.

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Amedeo Modigliani (1884-1920)

Eine eher tragische Figur. Heute ein Superstar dank seiner weltberühmten Aktgemälde, die für horrende Millionensummen gehandelt werden. In seinem kurzen Leben – er wurde nur 36 – war er aber mit seiner Kunst erfolglos. Bild: Le jeune apprenti, 1918-1919.

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Marie Laurencin (1883-1956)

Vor allem bekannt als Muse des Dichters Guillaume Apollinaire, doch das wird ihr nicht gerecht. Schon eher ihr exklusiver Stil der Malerei: Grazile Mädchen mit Blumen, Katzen und Hunden, aber vor allem der Einsatz von mystisch wirkenden Pastelltönen verleihen ihren Bildern einen ganz besonderen, reizenden Touch. Bild: Portrait de Mademoiselle Chanel, 1923.

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