Musée de l'Orangerie, Paris.

 

Im Palais des Tuileries residierte einst Napoléon.
Von seinem Palast steht aber nicht mehr viel – dieser wurde während der Aufstände der «Pariser Kommune» 1871 total zerstört. Übrig geblieben ist aber noch ein Gebäude, in dem einst Orangenbäume überwinterten.

 

In dieser Orangerie ist heute ein spektakuläres Museum untergebracht – eine wahre Perle! In zwei ovalen Räumen in der oberen Etage sind Claude Monets riesige Seerosengemälde zu sehen – als Panorama. Man kann sie buchstäblich bewandern und wird total in ihren Bann gezogen. Wunderbar!

 

Wie kam es dazu? In den 1920er Jahren erhielt der französische Staat acht von Monets berühmten Seerosenwerken als Schenkung. Für diese baute man extra die ovalen Panoramaräume. Sie sollen gewissermassen Monets Seerosenteich in Giverny abbilden. Der französische Maler und Bildhauer André Masson war von diesen Räumen so begeistert, dass er sie 1952 als «Sixtinische Kapelle des Impressionismus» bezeichnete.

 

Unter diesem Monet-Panorama ist in der Orangerie auch noch die private Kunstsammlung von Paul Guillaume (1891-1934) ausgestellt. Und auch da kommt man ins Schwärmen. Sie zeigt die grossen Namen der Moderne: Cézanne, Matisse, Picasso, Derain, Renoir, Modigliani, Soutine, Utrillo und und. Freunde der modernen Malerei fühlen sich hier im Schlaraffenland – unglaublich, was Guillaume da alles zusammengetragen hat.

 

Und als Pünktchen aufs i steht vor der Orangerie eine der schönsten Plastiken von Auguste Rodin:
«Le Baiser».

 

 

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Musée de l'Orangerie, Paris

 

 

 

 

 

 

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Claude Monet (1840-1926).

Dreissig Jahre lang bis zu seinem Tod malt Monet in Ginvenchy am Teich seiner Liegenschaft und schafft dabei 300 Seerosengemälde. Noch vor seinem Tod wird ihm ein Museum gewidmet: In der Orangerie. Zwei ovale Räume, in denen er acht seiner riesigen «Nymphéas» platziert. Alle zwei Meter hoch, aber unterschiedlich lang – je 6 bis 17 Meter – im Kreis angeordnet, also unendlich... >mehr über Monet

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Pierre-Auguste Renoir (1841-1919).

Studiert ab 1861 klassische Malerei bei Charles Gleyre. Dann wendet er sich dem Impressionismus zu, mit Vorliebe für Darstellungen gesellschaftlicher Anlässe. 1874/76 setzt er sich zwar noch für die Durchführung von Ausstellungen der Impressionisten ein, kehrt dann aber wieder zum klassischen Stil zurück. >mehr
Bild: Femme nue dans un paysage, 1883.

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Henri Matisse (1869-1954).

Zählt zu den bedeutendsten Vertretern der klassischen Moderne und neben André Derain zu den Wegbereitern des Fauvismus, der die Distanzierung und Loslösung vom Impressionismus anstrebte. >mehr
Bild: Odalisque à la culotte grise, 1927.

derain

André Derain (1880-1954).

Einer der führenden Künstler der französischen Avantgarde. Er hat seine fauvistische und kubistische Periode (mit Picasso und Braque), entfernt sich davon aber wieder und wendet sich mehr der realistischen Malerei zu, ständig auf der Suche nach dem «endgültig richtigen Weg» für sich. Bild: Portrait de Madame Paul Guillaume au grand chapeau, 1928-29.

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Amedeo Modigliani (1884-1920).

Eine eher tragische Figur. Heute ein Superstar dank seiner weltberühmten Aktgemälde, die für horrende Millionensummen gehandelt werden. In seinem kurzen Leben – er wurde nur 36 – war er aber mit seiner Kunst erfolglos. Bild: Le jeune apprenti, 1918-1919.

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Marie Laurencin (1883-1956).

Vor allem bekannt als Muse des Dichters Guillaume Apollinaire, doch das wird ihr nicht gerecht. Schon eher ihr exklusiver Stil der Malerei: Grazile Mädchen mit Blumen, Katzen und Hunden, aber vor allem der Einsatz von mystisch wirkenden Pastelltönen verleihen ihren Bildern einen ganz besonderen, reizenden Touch. Bild: Portrait de Mademoiselle Chanel, 1923.

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