Tomi Ungerer

 

«Incognito» hiess die Sonderausstellung vom 30. Oktober 2015 bis 7. Februar 2016 im Kunsthaus Zürich.

 

 

Dem 1931 im Elsass geborenen Tomi Ungerer wurde dort schon als Kind aufgezeigt, wie gewalttätig die Welt sein kann: Mit 9 hatten ihn die Deutschen Besatzer gezwungen, nur noch deutsch zu sprechen, mit 14 – nach dem Sieg der Alliierten 1945) – durfte er auf Befehl der Franzosen nur noch Französisch sprechen... – nicht einmal mehr Elsässisch. Kein Wunder, hatte er nur noch einen Drang: Weg von hier!

 

1956 wanderte er in die USA aus und begann dort seine Künstlerlaufbahn als Illustrator, Cartoonist und Grafiker. Schon bald stellte er die dort herrschende Doppelmoral, die Gesellschaft und den Vietnamkrieg an den Pranger, setzte sich für Menschenrechte und gegen Rassismus ein und spielte seinen Part in der sexuellen Revolution jener Zeit – mit zum Teil heute noch anstössig wirkenden Zeichnungen und Collagen.

 


 

 

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Join the Free and Fat Society, 1967

Beissende Kritik an der Gesellschaft ist eines von Tomi
Ungerers Markenzeichen. Offsetreproduktion.

Kiss for Peace, 1967

Im Kampf gegen den Vietnamkrieg entstandes Pamphlet.
Dass er dafür in den USA nicht nur gelobt wurde, kann man
verstehen. Offsetdruck.

Studie für sein Buch «Fornicon», 1966

Es thematisiert mechanische und ausgefallene Sexpraktiken. Tusche, laviert, auf Transparentpapier. Sammlung Würth.

Expect the Unexpeted, 2012

«Erwarte das Unerwartete». Diese freche Collage auf Karton soll die Fantasie beflügeln.

Tierbilder

gehören auch ins Repertoire von Tomi Ungerer. Viele davon
hat er für seine Kinderbücher verwendet. Seine
Tierhelden sind aber selten kuschelig.

 

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