Johann Caspar Weidenmann
(1805-1850)


 

Der Pinsel war seine Kamera. Einer der ersten Künstler überhaupt, die in jener Epoche aus eigenem Antrieb nach Nordafrika fuhren, um sich dort der exotisch-fremden Welt künstlerisch anzunehmen – und abzubilden.

 

Der aus Winterthur stammende Künstler zog nach der Ausbildung zum Flachmaler 1824 nach Florenz und später nach Rom, bevor er – nach einer kurzen Rückkehr in seine Heimatstadt – nach Algerien aufbrach. Dieses war kurz zuvor von den Franzosen erobert worden.

 

Dabei entstanden Bilder von damals fremd und exotisch wirkender Landschaft und Kultur, wie sie in der Schweiz kaum bekannt waren. Nach seiner Rückkehr arbeitete er als Zeichenlehrer und verstarb im Alter von 44 Jahren an Malaria.

 

Einige seiner Werke sind im Oskar Reinhart Museum in Winterthur zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

beduine

Beduine aus der Wüste Sahara.

Aus seiner «Studienreise nach Algerien 1838/1839»

stammt dieses beeindruckende Porträt. Wie es ein heutiger Fotograf gestalten würde: mit ruhigem Hintergrund und ausdruckstarkem Blick.

 

kamel

Portrait eines Kamels.

In seiner Epoche war es noch nicht üblich, Tiere so menschengleich darzustellen. Und der Hintergrund könnte aus einem heutigen Fotostudio stammen. Der Künstler muss seiner Zeit weit voraus gewesen sein.

haus_innenhof

Intérieur eines Hauses in Algier.

Auch dieses Sujet erinnert stark an eine Fotografie. Ausschnitt und Perspektive sind beeindruckend.

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Bilder grösser (Diashow).

 

 

 

 

 

 

 

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