Ausstellung vom 26. Februar
bis 8. Mai 2016 im Kunsthaus Zürich.

 

Pipilotti Rist (1962).


Ein Genuss für die Sinne!

Pipilotti Rist versteht es, ihre Besucher in den Bann zu ziehen – mit Licht und Sound, mit lustigen Einfällen, mit Objektassemblagen und mit Videokunst vom Feinsten.

 

 

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Mit dem Werktitel «Dein Speichel ist mein Taucheranzug im Ozean des Schmerzes» kann man zunächst nicht viel anfangen, doch in der Ausstellung fühlt man sich dann wirklich wie ein Taucher unter Wasser – schwebend und eingelullt in ein fremdes Element, das nicht von dieser Welt zu sein scheint.

 

Nicht alle gezeigten Werke sind «neu», einige stammen aus den 1990er-Jahren, aber eindrücklich sind sie allesamt.

 

Pipilotti Rist, Jahrgang 1962, geboren in Grabs im Rheintal, hat international Karriere gemacht und zählt heute zu den bedeutensten Künstlerinnen in Sachen Videokunst.


 

 

Die Lichtershow läuft unter dem Titel

«Dein Speichel ist mein Taucheranzug
im Ozean des Schmerzes»

und ist ein Publikumsrenner.

 

Die BesucherInnen bekommen für den Gang durch die Schau einen Plan und eine Mini-Taschenlampe. An einigen Orten kann man sich setzen, Bücher lesen oder seinen Gedanken nachgehen. Oder sich hinlegen und träumen.

 

In anderen Ecken wird man von Videos überflutet. Auf der einen Seite läuft «Sip My Ocean» mit dem berühmten Song von Chris Isaak «Wicked Games», auf der anderen Seite «Worry Will Vanish Horizon».

 

Auch das berühmte Video >Ever is Over All von 1997 ist zu sehen. Wie eine Frau genüsslich Autoscheiben einschlägt.

 

Das jüngste Werk in der Ausstellung – und wohl auch das Highlight – läuft unter dem Namen Pixelwald. Hier schwelgt man in Lichtern und in LED-Leuchtkristallen, die ihre Farbe ständig wechseln. Eine Traumwelt.

 

 

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Administrating Eternity.

Ein begehbares Kunstwerk bestehend aus transparenten Tüllgardinen, auf die mit vier Projektoren Videofilme projiziert werden.

 

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Der Pixelwald.

Installation mit hängenden LED-Lichtern, die ständig und im Zufallsmodus die Farbe wechseln. Im Hintergrund laufen Videofilme.

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Der Cape Cod Chandelier.

Was für eine verrückte Idee! Ein Kronleuchter aus lauter Unterhosen, auf die zwei Projektoren Licht werfen, was tausende von verschiedenen Farbkombinationen bringt. Faszinierend.

 

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Worry Will Vanish Horizon.

Videoprojektion über zwei Eckwände hinweg mit ständig wechselnden Sujets aus der Natur und aus dem Leben. Die Zuschauer stehen dabei in der «Pixelwand» oder liegen am Boden.

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Die Lust an der Zerstörung.

Das Video zeigt eine junge Frau, die durch die Stadt zieht und Autoscheiben einschlägt. In ihrer Nähe eine Polizistin, die das auch amüsant findet. Vielleicht nicht die beste aller Ideen, dieses >Video mit Kindern zu betrachten...

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Fotos / Diashow

 

>Movie der Ausstellung 2016 auf YouTube

 

>mehr über Pipilotti Rist

 

 

 

 

 

 

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