Ausstellung im Kunsthaus Zürich
vom 5.4. bis 30.6.2019.

 

Fly me to the Moon...


Das sang einst >Frank Sinatra, lange bevor der Mensch den Mond eroberte, nämlich schon 1954. Die Ausstellung im Kunsthaus Zürich ist dagegen der Mondlandung von 1969 gewidmet, zum 50-Jahre-Jubiläum. Gezeigt werden rund 200 Werke. Einige davon sind tatsächlich in der Zeit des epochalen Ereignisses entstanden, die meisten stammen aber von Künstlern, die noch nicht einmal ahnen konnten, dass der Mensch eines Tages den Mond erobern würde.

 

plakat

 

Diese (älteren) Werke von Johann Heinrich Füssli, Max Ernst, René Magritte und weiteren haben denn auch mehr mit dem Mond und dem Mondlicht zu tun als mit der Mondlandung. Der Mond hatte ja schon immer eine ganz besondere Ausstrahlung und Wirkung auf den Menschen.

 

Die Ausstellung zeigt aber nicht nur mondsüchtige Kunst, sie ist auch angereichert mit technischem Hintergrundmaterial wie Himmelskarten, mit historischen Fotos und politischen Pamphleten aus der Zeit der beginnenden Raumfahrt. Und mit diversen Filmen und Videoinstallationen. So kommen an Kunst interessierte Besucher ebenso auf die Rechnung wie von der Raumfahrt begeisterte.

 

 

mondlandung

 

 

 

 

 

Titel (Ausschnitt)

Andy Warhol (1928-1987).

Moonwalk (yellow), 1987.

Ronald Feldman Gallery, New York.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Max Ernst
(1891-1976). Mondsüchtig, Bronze, 1944. Fondation Beyeler, Riehen-Basel.

Mondsüchtig. Von Max Ernst (1891-1976).

Ausgangsmaterial für diese fast einen Meter grosse Bronzeskulptur war Gips. Der Künstler formte sie 1944 in Long Island und liess dann von einem Schreiner eine Kopie in Mahagoni anfertigen, die er anschliessend überarbeite. In den 50er-Jahren entstanden die Bronzegüsse, die heute in mehreren Museen zu sehen sind. Einer davon hat die Fondation Beyeler der Zürcher Ausstellung zur Verfügung gestellt.

 

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Johann Heinrich Füssli (1741-1825). Achilles greift nach dem Schatten des Patroklos, 1803. Kunsthaus Zürich.

Achilles und der (Mond)schatten des Patroklos.

Das Gemälde von Johann Heinrich Füssli zeigt eine kleine Mondsichel. Deshalb hat es wohl Eingang gefunden in die Mond-Ausstellung. Und was ist mit Patroklos? Er war der Freund des Achilles, der im Kampf um Troja verwickelt war, aber aussteigen wollte. Patroklos wünschte sich seine Rüstung und zog in den Kampf, wurde dann aber von Hektor getötet. Seinen Tod wollte nun Achilles rächen, er griff wieder in den Kampf ein und tötete Trojaner, wo immer er sie fand, sogar Kinder. Eine ziemlich blutdrünstige Geschichte.

 

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magritte

René Magritte (1898-1967). Le seize septembre, 1956. Kunsthaus Zürich

René Magritte: Ein sonderlicher Mond.

Der Magier, der mit seinem Publikum ein optisches Verwirrspiel spielt. Eigentlich müsste ja dieser dichte Baum die Mondsichel verdecken, aber das tut er nicht, der Mond behauptet sich im Vordergrund.

 

Von Magritte sind in der Ausstellung mehrere Werke zu sehen. Bekannte (wie dieses hier aus dem Kunsthaus Zürich) und ein paar seltene aus Privatkollektionen.

 

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mondauto

Zilla Leutenegger (1968). My First Car, 2001.

Videoinstallation: My first Car (auf dem Mond)

Ein Auto fährt durch eine virtuelle Wüste. Es muss sich um eine Mondwüste handeln, denn man erkennt den Planeten Erde im schwarzen All. Die irdisch brummende Limousine nimmt nie den selben Weg um die Mondfelsen – raffiniert und spassig.

 

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CCCP

A. Shmidshteyn. Glory October, 1961. Guido Schwarz, Swiss Space Museum.

UdSSR: Der glorreiche Oktober 1961.

Dieses politische Pamphlet verweist auf den grossen Erfolg der UdSSR über die Amerikaner, als man 1961 mit dem Raumschiff Wostok I den ersten Mann ins All brachte: Juri Gagarin. Warum es aber ein «glorreicher Oktober» sein soll, bleibt unklar. Der erste bemannte Flug ins All fand nämlich im April 1961 statt. Gagarin umrundete die Erde einmal und landete nach 108 Minuten wohlbehalten.

 

warhol

Andy Warhol (1928-1987). Moonwalk (yellow), 1987. Ronald Feldman Gallery, New York.

Moonwalk durch Andy Warhols Augen.

Knapp zwei Jahrzehnte nach der Mondlandung lancierte Andy Warhol diesen Moonwalk. Er zeigt Buzz Aldrin, wie er auf dem Mond spaziert, Fotograf ist Neil Armstrong, der erste Mann auf dem Mond. Warhol fertigte zwei Originale, eines in Gelb und eines in Pink. Daraus entstanden später 66 Abzüge in vielen weiteren Farbvarianten. Da Warhol im Februar 1987 starb, dürfte der Moonwalk zu seinen allerletzten Werken gehören.

 

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Fotos / Diashow

Ausstellung Fly me to the Moon, 2019.

 

   
   

 

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