Centre Pompidou Malaga.


Ein spektakulärer Ableger des Centre Pompidou Paris. Der supermoderne Bau im Hafengebiet Malagas steht seit 2015, und der farbenfrohe Kubus, der für die moderne Kunst schon von weitem Werbung macht, prägt die Hafenpromenade seit 2017.

 

 

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Centre Pompidou am Hafen von Malaga.

 

 

 

Das Museum präsentiert eine halbpermante Sammlung, die vom Pariser Hauptsitz zur Verfügung gestellt wird. Darüber hinaus sind Wechselausstellungen moderner spanischer Künstler zu sehen. Das Centre Pompidou Malaga ist der einzige Ableger ausserhalb Frankreichs.

 

 

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Mit dem >Centre Pompidou in Paris ist das Museum natürlich nicht zu vergleichen. Wo dort Werke moderner Kunst in Hülle und Fülle geboten werden, sind es hier nur wenige ausgesuchte Stücke. In einem einzigen – unterirdisch angelegten – topmodernen Saal sind aber Werke grosser Namen wie Chagall, Picasso, Lipchitz, Malewitsch, Miro und anderen zu sehen.

 

 

 

 

Titelbild (Ausschnitt)

Joan Mirò (1893-1983).
Personnages et oiseaux dans la nuit,
1974. Centre Pompidou.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

chagall

Marc Chagall (1887-1985).
La Chute d'Icare, 1974-77. Centre Pompidou.

 

 

Der Sturz des Ikarus à la Marc Chagall.

Die Geschichte des Ikarus, der sich Flügel aus Federn und Wachs bastelt und der Gefangenschaft des Minotaurus aus dem kretischen Labyrinth entflieht, ist hinlänglich bekannt. In der griechischen Mythologie stürzt Ikarus ab, weil er der Sonne zu nahe kommt und deshalb das Wachs schmilzt. Und zwar stürzt er ins Meer. Chagall kümmert das nicht. Er nutzt die Freiheit des Künstlers und lässt seinen Ikarus über einem russischen Bauerndorf abstürzen. Die Details in seinem Werk sind reizend.

 

>mehr über Minotaurus und Ikarus

 

lalanne

François-Xavier Lalanne (1927-2008). Troupeau de moutons,
1965-1979.
Centre
Pompidou.

Der Ausstellungssaal voller Schafe.

Die Schafherde des François-Xavier Lalanne dominiert den ganzen Ausstellungssaal des Museums und breitet sich zwischen Gemälden grosser Meister aus – und schafft eine eindrückliche Stimmung. Die Tiere aus Holz und Metall tragen echte Wolle und können zu einer Sitzgruppe zusammengestellt werden. Einige davon sind kopflos und lassen sich als Hocker verwenden.

 

kandinsky

Wassily
Kandinsky (1866-1944). Développement en brun, 1933. Centre Pompidou.

 

Kandinsky – der Obligatorische.

Was sich ein Museum für moderne Kunst nennt, kommt an Wassily Kandinsky nicht vorbei. Das gilt für das Centre Pompidou sowohl in Paris als auch in Malaga. Der gebürtige Russe hat schon 1910 bahnbrechende Schriften zum Thema «Über das Geistige in der Kunst» verfasst. Seither sind auch andere Künstler, die sich mit dieser Frage befassen, zum Schluss gekommen, dass das nur über eine gegenstandslose Malerei machbar ist.

picasso

Pablo Picasso (1881-1973).
Le printemps, 1956. Centre Pompidou.

 

 

Pablo Picasso und die Giraffenziege.

Das Publikum wäre gewiss enttäuscht, wenn hier kein Picasso gezeigt würde. Für den Pompidou-Ableger in Malaga hat man ein ganz spezielles Werk ausgesucht. Es beweist, dass Picasso nicht nur Menschen verzerrt abbilden kann, sondern auch Tiere. Offenbar war er sich auch nicht sicher, ob er hier eine Ziege oder eine Giraffe geschaffen hat. So nennt er das Bild einfach «Frühling».

 

>Museo Picasso Malaga

 

malewitsch

Kasimir Malewitsch (1878-1935). Sensation du danger, 1930-1931. Centre Pompidou.

Malewitsch – the Running Man.

Beim Namen Malewitsch sieht man wohl als Erstes sein berühmtes «Schwarzes Quadrat», mit dem er den Suprematismus begründete. Das Quadrat ist in Malaga nicht zu sehen, dafür ein anderes bekanntes Werk. Es steht für Flucht und hat zwei Titel: «Gefühl der Gefahr» und «Der rennende Mann». Es passt zum Künstler. Er selbst war auch zeitlebens auf der Flucht vor irgend etwas. Vor Krieg, Revolution, oder vor Stalin und dessen Geheimdienst.

 

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Fotos / Diashow

 

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