Centre Pompidou, Musée National d'Art Moderne, Paris

 

Das Centre Pompidou ist nicht nur ein Kunstmuseum, es beherbergt auch noch die öffentlich zugängliche Nationalbibliothek mit 2000 (!) Leseplätzen, ein Forschungszentrum für Musik, eine Kinderwerkstatt sowie Kino- und Theatersäle. Ein echtes Kulturzentrum.

 

Für Georges Pompidou (Staatspräsident von 1969 bis 1974) war es unerträglich zu sehen, dass Paris als Kulturmetropole immer stärker von New York bedrängt wurde. Also musste etwas Grosses her. Bereits in seinem ersten Amtsjahr (1969) fiel die Entscheidung, ein neues Museum für Moderne Kunst zu bauen. Dieses konnte 1977 fertiggestellt werden – erlebt hat es Georges Pompidou nicht, er starb 1974.

 

Spektakulär an diesem 165 Meter langen und sechs Stockwerke hohen Bau ist die Aussenhülle. Sie trägt alles, was in einem normalen Haus im Innern verbaut ist: Das Tragwerk und die Belüftungsrohre, weiss; die Elektrik, gelb; die Wasserrohre, blau; die Rohre der Klimaanlage, grün; die Treppen und Lifte, rot... Klar, dass dieses revolutionäre Konzept stark umstritten war. Aber das ist die moderne Kunst ja auch.

 

Die Kunst findet man im 5. Stock. Ganz oben in der
6. Etage das Restaurant – Aufmachung natürlich im Stil moderner Kunst – aber vor allen Dingen: Ein prachtvoller Blick über die ganze Stadt! Vom Eiffelturm zur Défense bis rauf nach Montmartre.

 

 

 

centrepompidou

Moderne Architektur für das Museum der

modernen Kunst... Gebaut 1977 von den

Architekten Richard Rogers und Renzo Piano.

Da klingelt doch was: Renzo Piano hat auch

die Pläne für das Haus der Fondation Beyeler

in Basel und für das Zentrum Paul Klee in

Bern gezeichnet.

 

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braque

 

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Georges Braque (1882-1963)

In vielen Museen hängt er, der Kubist Braque. Aber meist sieht man nur Werke wie das untere in typisch kubistischem Stil.

 

Das Centre Pompidou hingegen gibt einen Eindruck, wie Braque seinen Stil langsam entwickelt hat.

An der «Grand Nu» von 1907 kann man die Quelle des Kubismus erkennen: die Formen des Körpers werden langsam geometrisch (später lösen sie sich dann in Kuben auf...). Das Bild malte Braque, nachdem er im Atelier von Picasso dessen «Demoiselles d'Avignon» gesehen hatte. Nun ist auch seine Frauenfigur in «3D», also gleichzeitig von hinten, von vorne und von der Seite zu erkennen.

leger

Fernand Leger (1881-1955)

Von ihm sind meistens geometrische Werke zu sehen. Aber er malte auch Darstellungen von Menschen. Diese hier heisst «La Lecture» und ist 1926 entstanden.

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Henri Laurens (1885-1954)

Auf der Aussenterrasse im 5. Stock des Museums ist eine ganze Reihe von wunderschönen Plastiken des Henri Laurens platziert. Diese heisst «LeMatin» und zeigt eine Frau beim Haare kämmen. Entstanden 1944.

 

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Henri Matisse (1889-1954)

Anhänger von Matisse kommen im Centre Pompidou voll auf die Rechnung. Dabei sind Bilder mit ganz verschiedenen Stilrichtungen zu sehen.

 

«Figure décorative sur fond ornamental»,
gemalt um 1925-26.

kupka

Frantisek Kupka (1871-1957)

Ein faszinierender Künstler, dessen Werke man allerdings nur recht selten zu Gesicht bekommt. Hier im Centre Pompidou schon, in mehrfacher Ausführung.

Das Bild heisst «Plans par couleur». Entstanden um 1910-11.

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Vassily Kandinsky (1866-1944)

Der Künstler, der zeitlebens verjagt wurde (zuerst durch den ersten Weltkrieg, dann durch die russische Revolution, schliesslich durch die Nazi), würde sich freuen zu sehen, wie stark er hier in diesem Museum verehrt wird. «Improvisationen XIV», 1910.

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