Ausstellung «Faszination Natur»

Galerie kunstzürichsüd, Adliswil.

9. April bis 2. Mai 2026.

 

 

Faszination Natur

 

Sechs Künstlerinnen des Künstlervereins kunstzürichsüd befassen sich im April 2026 mit diesem Thema und stellen ihre Werke in der Galerie Adliswil aus.

 

 

Ausstellungsplakat

 

 

Sie gehen das Thema Natur von allen Seiten an. Eine Künstlerin ist von ihrem Garten so begeistert, dass sie es nicht mehr lassen kann, Blumen zu malen. Eine andere macht aus den Geschenken der Natur spektakuläre Werke: Sie verwendet dazu echte Pflanzenblätter. Eine dritte begibt sich in die freie Natur und prägt sich dort Eindrücke ein, die sie später im Atelier auf die Leinwand bringt. Eine weitere studiert Vulkane, Gletscher und Lagunen und nutzt natürlich vorkommende Materialien, um das alles in Kunstwerke umzusetzen. Und einer genügt nur die eine Sicht auf die Natur nicht – sie kombiniert mehrere Ansichten und schafft daraus eine neue Welt.

 

 

Die Künstlerinnen der April-Ausstellung
v.l.n.r. Ulrike Matter, Maria Mathis, Claudia Winteler, Dominique Gwerder, Annette Brenner, Corina Capri.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Künstler:innen stellen sich vor in

Marcellos Video

 

Marcello Weiss

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Ausstellungen

Galerie kunstzürichsüd

ab 2025

 

 

>ausstellende Künstler:innen A-Z

 

 

 

 

 

 

Titelbild (Ausschnitt)

Claudia Winteler. African Savanna.

Hintergrund Ziegelsteinmauer.

Fineart Hahnemühle auf Alu-Dibond.

60x45cm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Annette Brenner

 

 

Annette Brenner. Wildblumen am Meer. Acryl auf Leinwand, 80x80cm.

 

 

Annette Brenner. Gegen Abend. Acryl auf Leinwand, 80x80cm.

 

 

Annette Brenner (1948)

 

Annette Brenner, geboren 1948 in Dänemark, wandert mit knapp 20 Jahren in die Schweiz aus. In Zürich besucht sie ihren ersten Töpferkurs und verfeinert ihre Fähigkeiten dann in Kiel und Brüssel. Ein Teil ihres künstlerischen Könnens bringt sie sich als Autodidaktin und dem Studium von Fachbüchern selbst bei. «Bis heute habe ich mehr als 60 Tonnen Ton verarbeitet», sagt sie.

 

1979 eröffnet sie in Rapperswil ihr erstes Kunstgeschäft. Ein Jahr später beginnt sie mit malen, vor allem mit Seidenmalerei. Seit 2003 wohnt sie in Einsiedeln, wo sie ihr Kunstgeschäft betreibt, samt Atelier und Ausstellungsräumen. Hier kann sie jetzt ihre grossformatigen Acrylbilder ausstellen, mit denen sie besonders guten Erfolg hat. Seit August 2025 ist sie Mitglied im Künstlerverein kunstzürichsüd.

 

Ihre ausgestellten Werke sind eine Hommage an Dänemark, ihrer Heimat. Blumen, Mohnwiesen, Kornfelder, Abendstimmungen am Meer in Skaelskør. Die Künstlerin gerät ins Schwärmen, wenn sie von ihren manchmal mehrmonatigen Besuchen in ihrer Heimat erzählt. Von menschenleeren Stränden, endlosen Weiten. Aber ihre Acryl-Gemälde erstellt sie nicht vor Ort – sie macht sich nicht einmal Skizzen von der Gegend – sondern malt die Bilder erst zuhause im Atelier. Alles aus dem Kopf: «Ich kann Stimmungen sehr gut memorisieren», sagt sie. Und so bildet sie die Natur nicht eins-zu-eins ab, sondern komponiert ihre Bilder.

 

Neben der Malerei begeistert sie sich auch fürs Töpfern. Darin hat sie sich zu einer richtigen Spezialistin entwickelt und weiss genau, bei welchen Temperaturen Steingut entsteht (1030°) oder Steinzeug, das besonders widerstandsfähig und sogar wetterfest wird bei 1280°. In der Ausstellung zeigt sie verschiedene Tierfiguren aus Steinzeug und eine Serie von Keramikbildern.

 

 

>weitere Werke von Annette Brenner (PDF)

 

>Website der Künstlerin

 

 

 

Corina Capri

 

 

Corina Capri. Sensuality I. Acryl auf Leinwand. 100x100cm.

 

 

Corina Capri. Living Frequencies. Acryl und Kreide auf Leinwand. 80x80cm.

 

Corina Capri (1972)


Ihre Vorliebe für Blumiges ist kein Zufall: Die Quelle liegt in ihrem prächtigen eigenen Garten in Wollishofen, der sie seit acht Jahren in ihrer Malerei inspiriert. Geboren ist sie in Thalwil, aufgewachsen in Langnau am Albis. Ihr ursprünglicher Beruf ist Grafikerin. Seit ihrer Zeit an der Zürcher Hochschule der Künste ist sie tief in die Welt der Kunst eingetaucht. Heute wohnt sie mit ihrem Freund in Wollishofen, seit Herbst 2025 ist sie Mitglied bei kunstzürichsüd. Seit mehreren Jahren arbeitet sie auch als Kunsttherapeutin in Zürich.

 

Hingucker in der Ausstellung ist das 100x100cm grosse Gemälde in Acryl auf Leinwand «Sensuality I». Ein interessantes Werk. Es ist eigentlich eine bunte Farbmalerei, aber die Künstlerin versteht es, mit sanft-weissen Konturen Blumenformen entstehen zu lassen. «Das ist ein altes Bild aus meinen Anfängen», sagt sie dazu.

 

Das neuere Werk «Living Frequencies» ist aus ihrem Drang entstanden, einen Entwicklungsschritt zu machen. Dieser ist gut erkennbar in Richtung Abstraktion. «Aber inzwischen bin ich wieder auf meine alte Linie zurück gekehrt: mit kräftigeren Farben und eine Spur naturalistischer – Hauptsache Blumen!».

 

Speziell ist ihr Werk «Lichtgewächse», Acryl auf Papier, 30x40cm, das sie in der Ausstellung kopfüber hängt. «So wirkt es noch besser, als ich es ursprünglich gemalt habe», findet sie.

 

In ihrer Serie «Connections» in schwarz-gelb, rot und anthrazit-gelb geht sie einen ganz anderen Weg: Es sind Blumenmuster auf weissem Hintergrund, vertikal angeordnet und miteinander verknüpft. Blumisch-grafisch, locker leicht.

 

 

>weitere Werke von Corina Capri (PDF)

 

>Website der Künstlerin

 

 

Dominique Gwerder

 

 

Dominique Gwerder. Violon II. Druck mit Pflanzen und Acryltinten, 30x25cm.

 

Dominique Gwerder. Tallanassee. Druck mit Pflanzen und Acryltinten, 30x25cm.

 

 

Dominique Gwerder (1964)

 

Dominique Gwerder ist immer für eine Überraschung gut. Sie verfolgt künstlerische Wege, die sich von allen anderen abheben. Eine Kunstschule hat sie nie besucht – deshalb braucht sie keine akademischen Spielregeln zu befolgen. Sie bezeichnet sich selbst als Autodidaktin. «Die meisten meiner Kenntnisse habe ich anhand von Online-Kursen auf YouTube erworben», sagt sie.

 

Eine ihrer Spezialitäten sind Collagen, in denen sie Teebeutel (!) verarbeitet. Diese trocknet und bemalt sie und baut sie dann in ihre Bilder ein. In der April-Ausstellung wartet die Künstlerin aber wieder mit etwas ganz Neuem auf:

 

Diesmal sind es Werke, deren Basis aus Musiknoten besteht.
Hat Dominique denn eine besondere Beziehung zur Musik? Nicht wirklich, meint sie, aber immerhin singt sie in einem «60+Chor» in Einsiedeln. Zu ihren neuesten Kreationen kam es, weil sie eine Serie von alten Musiknoten aus den 1930er-Jahren geschenkt bekam. Und was macht sie nun damit?

 

Sie bespritzt diese Notenblätter mit Wasser und farbiger Acryltinte und belegt sie dann mit Pflanzenblättern (frisch oder getrocknet, direkt aus ihrem Garten). Die Blätter werden mit Steinen beschwert, damit sie schön flach auf den Musiknoten aufliegen. Dann heisst es warten. Nach mindestens acht Stunden ist die Acryltinte unter und um die Pflanzen eingetrocknet. Dann werden die Pflanzenblätter sorgsam entfernt. Dort, wo sie auflagen, sind nun die Umrisse zu erkennen, und zwar in den Farben der Acryltinte. Die so entstandene Kreation wird nun noch mit Glanzspray gefestigt – fertig ist das Werk.

 

Was dabei herauskommt, sind eindrückliche Kreationen von zahllosen Pflanzenformen und -Farben auf Notenblättern. Einmalig und bisher noch nie gesehen. Typisch Dominique Gwerder. Übrigens sind alle ihre Kreationen nicht nur im Original erhältlich, sondern auch als Postkarten.

 

 

>weitere Werke von Dominique Gwerder (PDF)

 

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Maria Mathis

 

Maria Mathis. Lawa. Mixed Media, 80x100cm.

 

Maria Mathis. Moos. Mixed Media, 60x60cm.

 

Maria Mathis. Skulpturen Lara und Lily.

 

Maria Mathis (1954)


Vulkane, Lawa, Gletscher, Eisschmelze, Lagunen und Moose – Maria Mathis spielt mit der ganzen Palette des Themas Natur. Aber sie bildet in ihren Werken die Natur nicht nur ab, sondern lässt diese auch mitarbeiten. Beim Aufbau der gut erkennbaren Risse und Strukturen lässt die Künstlerin die natürlichen Materialien wie Kaffeesatz, Marmormehl, Heissleim und farbige Beizen frei interagieren. Was dabei herauskommt, lässt sich nicht im voraus bestimmen. Maria Mathis steuert das natürliche Geschehen so lange, bis es ihren Vorstellungen entspricht. Eine Kunstform des gesteuerten Zufalls.

 

Auch für ihre reizenden Skulpturen von Frauenfiguren verwendet sie unterschiedliche Materialien wie Eisen, Kupfer, Aluminium und textile Stoffe. Besonders eindrücklich sind ihre proportional überzogenen, hochgeschossenen und schlanken Figuren – vielleicht inspiriert von >Alberto Giacometti?

 

Wie produziert sie diese Figuren? Auf den ersten Blick wirken sie eisern. Aus Eisen ist aber nur der unterste Träger, der für Stabilität sorgen muss. Die filigran geformten Körper, Beine und Arme bestehen aus Kupferdraht, der mit Alufolie solange umwickelt und «verdickt» wird, bis die Figur die gewünschte Form aufweist. Dann wird diese noch mit Baumwollstoff umhüllt, der mit einem Textilhärter fixiert und widerstandsfähig gemacht wird. Das geschieht auch mit den Kleidern der Frauenfiguren.

 

Maria Mathis kommt 1954 in Zuzwil SG zur Welt, wo sie in ärmlichen Verhältnissen aufwächst und mit 16 Jahren nach Südfrankreich verdingt wird. Sie bekommt dann eine kaufmännische Basisausbildung und bildet sich in Marketing und Management weiter. Nach der Jahrausendwende und einem ziemlich stressigen Berufsalltag wendet sie sich der Kunst zu und belegt diverse Kurse in verschiedenen Stilrichtungen. 2015 macht sie einen CAS-Lehrgang und dann einen Diplomabschluss an der ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) und einen Lehrgang an der Akademie der bildenden Kunst in Kolbermoor, Deutschland. Heute wohnt sie in Feldmeilen und ist seit 2024 Mitglied im Künstlerverein kunstzürichsüd.

 

 

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Ulrike Matter

 

Ulrike Matter. Serie Broken, Violett. Acryl auf MDF, 60x80cm.

 

Ulrike Matter. Serie Broken, Gelb. Acryl auf MDF, 60x80cm.

 

Ulrike Matter. Serie Flora I. Acryl auf Papier. 60x80cm.

 

 

Ulrike Matter (1970)


Fünf Stillleben mit nackten, leeren Schalen vor verschieden farbigen Hintergründen dominieren ihren Ausstellungsraum in der Galerie Adliswil. Es sind Stillleben der ganz stillen Sorte. Was will die Künstlerin damit sagen? Wandelt sie auf den Spuren des Suprematisten >Kasimir Malewitsch, der mit seinem berühmten Schwarzen Quadrat der Minimal-Art auf die Sprünge half? Nichts von alledem. Die «Schalenbilder» waren ein Auftragswerk für ein geplantes Popup-Restaurant – das dann aber nie eröffnet wurde.

 

Der Auftraggeber wünschte sich eine Serie von zehn Bildern als Wanddeko. Farbig sollten sie sein, sofort gemalt und erst noch möglichst kostengünstig. Und natürlich sollten sie etwas mit Gastronomie zu tun haben. Die Künstlerin entschied sich für Schalen. Warum? In Schalen sieht Ulrike Matter weibliche Elemente: Aufnehmend, weitergebend, transformativ.

 

Statt zehn Bilder schaffte sie dann fünf. In Blau, Grün, Gelb, Violett und Türkis. Und um die buntfarbenen Hintergründe nicht langweilig wirken zu lassen, verpasste sie diesen künstlerische Risse. Als Fünferserie wirken die Bilder bombastisch und hätten eine attraktive Wanddekoration ergeben. Hätten. Aber weil das Restaurant nie zustande kam, sind ihr die Werke geblieben. Vielleicht finden sie an einer anderen Wand Verwendung.

 

In der Ausstellung zeigt die Künstlerin, die auch als Journalistin und Fotografin tätig ist und für das Magazin «Natura Helvetica» schreibt, zwei weitere Gefässe – diesmal aber mit filigranen Blumen gefüllt. In Acryl, mit Sand und Kaffee verfeinert. Ulrike liebt das Zeichnen und Malen von Blumen und Pflanzen und ist darin besonders begabt: es gehört zu ihrem Beruf, sie ist promovierte Biologin.

 

 

>weitere Werke Ulrike Matter (PDF)

 

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Claudia Winteler

 

 

Claudia Winteler. African Savanna. Hintergrund Ziegelsteinmauer. Fineart Hahne-mühle auf Alu-Dibond. 60x45cm.

 

 

Claudia Winteler. Aurora Borealis. Hintergrund Bambusrinde. Fineart Hahne-mühle auf Alu-Dibond. 40x60cm.

 

 

 

Claudia Winteler (1962)

 

Sie studierte an der Universität Zürich Systematische Botanik und an der ETH Zürich pharmazeutische Biologie. Sie assistiert und doziert an den Botanik-Vorlesungen der Uni Zürich. Zudem leitet sie zahlreiche Kurse im Botanischen Garten Zürich. Seit 2011 ist sie Dozentin an der Kräuterakademie in Salez und im Kräuterseminar in Bern. Als Museumspädagogin arbeitet sie seit 2008 im Museum Mühlerama.

 

In der Ausstellung «Faszination Natur» zeigt die professionelle Fotografin spektakuläre Neuheiten, die sich von üblichen Fotografien dramatisch unterscheiden.

 

Es handelt sich um eine Art Doppelbelichtungen oder verständlicher: Am Computer übereinander gelegte Fotografien.

 

Wie muss man sich das vorstellen? Erläutert am Werk «African Savanna»: Was wie ein Baum bei untergehender Sonne mit entsprechend dramatischem Abendhimmel wirkt, ist in Wahrheit eine aus zwei Bildern zusammengesetzte Fotografie.

 

Der Baum im Vordergrund wurde auf dem Hohberg bei Schaffhausen (hinter dem Spital) aufgenommen und schwarz-weiss umgesetzt. Den Hintergrund bildet eine Makrofotografie einer Ziegelsteinmauer – also weit und breit kein Sonnenuntergang.

 

Noch spektakulärer der Hintergrund des Werkes «Aurora Borealis». Also «Nordlichter» – und die leuchten effektiv grün. Aber der Hintergrund dieser Doppelfoto besteht aus etwas ganz anderem: Es handelt sich um eine Bambusrinde. Und wie kommt man an sowas ran? Für Claudia kein Problem, sie arbeitet ja im Botanischen Garten Zürich. Dort hat die Botanikerin Zugang zu allerlei exotischen Pflanzen – auch zu Bambus.

 

Alle ausgestellten Werke sind Kombinationen von zwei Fotos. Spannend, was Claudia an Hintergründen verwendete: Von Bergahorn über Kirschbaum- bis zu Platane-, Waldkiefer- und Apfelbaumrinde. Und Moringa, aber die kennt nur Claudia.

 

 

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>Ausstellungen in der Galerie Adliswil ab 2025

 

>mehr über die Galerie und den Verein kunstzürichsüd

 

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