Ausstellung «Roadtrip to Identity Key»

Galerie kunstzürichsüd, Adliswil

2. bis 31. Juli 2026

 

 

Roadtrip to Identity Key

 

Das Wertvollste, das man im Alter besitzen kann, sind die Erinnerungen an sein Leben. Die beiden Künstler Lowell Sipes und Marcel Weiss gehen dieses Thema auf ganz verschiedene Weise an: Der eine sammelt Erinnerungsstücke und präsentiert Geschichten aus seiner Jugendzeit, der andere fasst einige seiner Lebensphasen in 3D-Filmen zusammen.

 

 

 

 

Während der Ausstellung laufen (noch bis zum 18. Juli) die «Ocean Days» mit Musik und Art Workshops. Auf dem kleinen Markt «Kunst für Korallen» werden auch Erinnerungsartikel wie Ocean-T-Shirts angeboten – der Erlös kommt zu 100% dem Aufbau von neuen Korallen zu:

>www.plantamillioncorals.org zu.

 

Wie Korallen wieder aufgebaut werden

>YouTube-Film

 

 

Aktionsprogramm Ocean Days

 

 

 

Lowell Sipes, der Musiker

 

 

 

Präsident Walter Diem bei seiner
Laudatio an der Vernissage 2.7.26

 

 

 

 

>Movie über die Ausstellung:
Marcello Weiss stellt seine Werke
und jene von Lowell Sipes vor.

 

 

 

 

 

 

Ausstellungs-Reports

ab 2025

 

 

>Ausstellende Künstler:innen
ab 2025 von A-Z

 

 

 

 

 

Titelbild (Ausschnitt)

Lowell Sipes. They always come back.
Acryl auf Leinwand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lowell Sipes (1973)

 

Lowell Sipes. Manta Ray Ascension, 2019. Acryl auf Leinwand, 90x120cm.

 

Lowell Sipes. Installation Floating Boat Motel, Marathon Key, 2026.

 

Lowell Sipes. Angelfish Sunrise, 2019-22. Acryl auf Leinwand, 91x121cm.

 

Lowell Sipes. Pennekamp Barracudas, 2021-26. Acryl, aerosol paint on canvas, 183x213cm.

 

 

 

Broschüre zur Ausstellung von Lowell Sipes.
 

 

 

Die grosse Ozean-Show des Lowell Sipes

 

Lowell Sipes stammt aus Colorado USA und lebt heute in der Schweiz – in Adliswil. Er ist Lehrer an der «International School of Zug and Lucerne» und gibt Unterricht in der Abteilung Kunst. Sein Vater war Naturforscher, Biologielehrer und Park Ranger, seine Mutter Musikerin und Bibliothekarin – kein Wunder, ist er als Künstler sehr vielseitig unterwegs. Als Installationskünstler, Maler, Musiker, Schriftsteller. Eine besondere Affinität hat er zum Ozean und insbesondere zu den Korallenriffen.

 

In der Ausstellung stellt er alle seine Begabungen vor. Worum geht es ihm? Erstens will er eine Verbindung zu unserem innersten Kern herstellen, oder in seinen Worten: «Zu jenem Punkt im Leben, an dem wir uns bewusst werden, wer wir sind und was wir mögen, bevor die Welt uns einredete, dass andere Dinge wichtiger sind». Zweitens geht es ihm um das Erzählen von Geschichten.

 

Vor allem aber liegt ihm der Schutz der Meere und
der Korallen
am Herzen: «Ohne gesunde Meeresökosysteme, insbesondere Korallenriffe, gibt es kein Leben».

 

 

Installation «Floating Boat Motel, Marathon Key».

Mit Marathon Key verbindet ihn die Erinnerung an das Jahr 1988 und seinen Vater, mit dem er dort in den Florida Keys unterwegs war. Ihre Unterkunft bestand aus einem kleinen schwimmenden Haus, das der Künstler nun in Adliswil in verkleinertem Massstab nachbaut. Im Zimmer gab es damals Feldbetten und eine kleine Kommode, eine Lampe und ein gerahmtes Foto. Die Unterkunft war so spartanisch und klein, dass er sich dort als 14-jähriger gleichzeitig verängstigt und geborgen fühlte.

 

Die für die Ausstellung konzipierte Installation ist umfangreicher als das Original. Hier gibt es eine Assemblage, die an die Regale seiner Kindheit erinnert: mit Objekten, die an das Meer erinnern, mit Fotos, mit Schriften, die an die Reise erinnern, mit einem «Key West»-Touristen-T-Shirt, das ihm sein Vater dort kaufte. Vor der Hütte ein grosses Gemälde mit Pfeilschwanzkrebsen und Quallen. Künstlicher Sand bedeckt den Boden der Installation. Eine raffinierte Lichtgestaltung erzeugt verschiedene Stimmungen. Dazu kommt eine Klangkulisse, die dem Besucher das Gefühl vermittelt, am Meer zu sein.

 

In weiteren Installationen kommt die Sammelleidenschaft des Künstlers zum Ausdruck – alles Dinge, die ihn an seine Jugend und sein ganzes bisheriges Leben erinnern.

 

Eindrücklich sind auch seine grossformatigen Gemälde, die Meeresbewohner wie Engelfische, Mantas, Rochen und Seepferdchen darstellen.

 

 

Die Barracudas von Pennekamp

An die grossen Raubfische – bis 1.8 Meter lang – erinnert er sich bis heute. Diese erlebte er als Kind, als er in den Gewässern von Marathon Key mit seinem Vater schwimmend unterwegs war – zusammen mit sechs riesigen Barracudas. Und bis heute weiss er noch, dass er dachte «Wie komme ich bloss wieder an Land, wenn mein Vater von den Fischen gefressen wird?» Ursprünglich waren die Barracuda-Abbildungen an einer Ausstellung in den USA auf sechs Türen gemalt, die eine raumhohe Trennwand bildeten. Für die Ausstellung in Adliswil entschied sich der Künstler, die sechs Barracudas auf Leinwand festzuhalten, in Pinselmalerei, Sprühfarbe und Lack.

 

 

Lowell Sipes Ausstellungsbroschüre

Wer mehr über die Ausstellung und den Künstler erfahren möchte, dem sei dieser ausführliche Katalog empfohlen (in Englisch, CHF 40). In dieser Kompilation finden sich unzählige Geschichten und Anekdoten rund um Sipes künstlerisches Schaffen. Sie gibt auch einen guten Einblick in sein Privatleben. Und vor allem ist das Werk eine Hommage an seine Ehefrau Vera, die als geschickte Organisatorin hinter den Kulissen alle Fäden zog, damit diese Ausstellung ein Erfolg wurde.

 

 

>weitere Werke von Lowell Sipes (PDF)

 

>Website des Künstlers

 

 

 

Marcel Weiss
(1951)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marcel Weiss. 3D-Movie. Roadtrip to my Identity. QuickTime 4K, 04:43 Min.

 

 

Marcel Weiss. 3D-Movie. Umgekehrt. Videoclip: QuickTime 4K, 01:51 Min.

 

Marcel Weiss.
3D-Movie. Homestory. QuickTime 4K, 02:55 Min.

 

 

 

Marcel Weiss, der der 3D-Magier


Seine berufliche Hauptkarriere macht der Vizepräsident des Vereins kunstzürichsüd beim Schweizer Fernsehen. Er beginnt als Tonoperateur und schafft es bis zum Art Director und Regisseur. Seit 2013 ist er Freelancer und produziert Filme in Eigenregie und für verschiedene Firmen.

3D-Künstler wird er als Autodidakt. Er besucht einschlägige Kurse und verfeinert sein Wissen ständig durch das Studium von YouTube-Tutorials. Heute ist er ein Meister der 3D-Produktion.

 

Wie produziert Marcel Weiss diese 3D-Kunstwerke? Indem er alles, was auf den Filmen erscheint (Häuser, Autos, Menschen, Umgebung...) digital aufbaut. Auf den ersten Blick mag man denken, dass da auch KI mit im Spiel ist, aber das stimmt nicht. Jedes Detail muss von Grund auf am Compi gebaut werden, jedes Haus, jedes Fenster, jeder Gartenzaun... eine unvorstellbare Fleissleistung. Dutzende von Spezialprogrammen setzt er ein, mit denen er Dinge bewegen, entstehen und zerfallen lassen kann.

 

 

3D-Movie Roadtrip to my Identity

In diesem 3D-Film macht er selbst eine Reise durch verschiedene Phasen seines Lebens, zeigt seine Interessen im chronolgischen Ablauf. Beruflich und privat. Architektur, Design, Kunst, Natur, die Schönheiten der kleinen Dinge im Leben, zu der auch die Erotik gehört. Diese stellt er am Ende des Films in zauberhaft verschleierter Form dar. Der Betrachter darf dabei seine Fantasie spielen lassen. Die perfekt passende Musik dazu liefern Max Lässer (Komponist) und Christian Vetsch.

 

 

3D-Movie Umgekehrt

Ein faszinierendes 3D-Kunstwerk. Der Film kehrt die Prozesse der Zerstörung um und lässt die Ereignisse rückwärts ablaufen. Das Zerstörte wird wieder wundersam zusammen gesetzt und aus Trümmern entstehen wie von Zauberhand Brücken und Häuser. Weiss' Movie «Umgekehrt» ist ein Versuch, Vergangenes sichtbar zu machen und eine Vorstellung davon zu entwickeln, dass Zerstörung auch in die andere Richtung gedacht werden kann.

 

 

3D-Movie Homestory

Was immer man sich unter eine Homestory vorstellen mag – diese hier ist anders und einmalig. Marcel Weiss verarbeitet in diesem Film eine exklusive Idee: Der 3D-Künstler erzählt nicht seine Lebensgeschichte, sondern präsentiert chronologisch alle Häuser, in denen er im Laufe seines Lebens gewohnt hat. Dabei werden auch Häuser und Wohnungen wieder zum Leben erweckt, die schon längst abgerissen sind.

 

Aufgrund alter Fotos baut er jedes seiner ehemaligen Häuser digital wieder auf. Es ist eine animierte Reise durch seine persönliche Vergangenheit. Da kommt man doch gleich auf den Geschmack, «so etwas» auch für sich selbst zu machen. Wer das compi-technisch nicht selbst bewerkstelligen kann, der könnte doch Marcel den Auftrag erteilen, das für ihn zu tun. Man müsste ihn bloss fragen, zu welchem Preis er das machen würde.

 

 

>mehr über Marcel Weiss


>weitere 3D-Werke von Marcel Weiss

 

>Website des Künstlers



 

 

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