Kandinsky, Marc & und der blaue Reiter

Ausstellung Fondation Beyeler Riehen/Basel vom 4.9.16 bis 22.1.17

 

Was für eine phänomenale Ausstellung!

Wie blendend die Fondation Beyeler mit der Kunstwelt vernetzt ist, zeigt sich an den Spitzenmuseen, die zu dieser Superschau beigetragen haben. Von New York bis Moskau, von Berlin bis Madrid. Guggenheim, MoMA, Tretjakow, Merzbacher, Thyssen, Albright... alles dabei. Werke, wie sie nur ganz grosse Häuser zeigen können. Oder allenfalls in Privatsammlungen schlummern. In Riehen bei Basel sind sie zu sehen.

 

 

plakat

 

 

Kandinsky allein ist die Reise nach Basel schon wert. Wer von ihm nur seine abstrakten Bilder im Kopf hat, der kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Hier sind auch seine expressionischten Meisterwerke zu sehen.

 

Und dann Franz Marc. Seine unverkennbaren Werke mit den farbenfrohen Tieren – einfach nur zum Träumen und Geniessen.

 

Die gezeigten Bilder stammen aus dem Zeitrahmen 1908 bis 1914. Einige sind also schon vor Gründung des «Blauen Reiters» gemalt worden.

 

Diese Künstlergruppe entstand 1911 in München, ihre führenden Köpfe waren Wassily Kandinsky und Franz Marc. Beides Revolutionäre, die die Malerei auf den Kopf stellten. «Die Kunst geht heute Wege, von denen unsere Väter sich nicht träumen liessen; man steht vor den neuen Werken wie im Traum...», schrieben die Gründer in ihrem Subskriptions-Prospekt. Genau.

 

 

 

 

 

>Mehr über den «Blauen Reiter»

 

 

>Sammlung «Der Blaue Reiter»
im Lenbachhaus München

 

 

 

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Wassily Kandinsky (1866-1944).

 

Der blaue Berg, gemalt 1908/09, also zwei Jahre vor der Gründung der Künstlergruppe >Der blaue Reiter. Kandinsky soll mit diesem bunten Werk seinen «Kreuzzug gegen die konventionelle Malerei» dargestellt haben. Das Gemälde hängt normalerweise im Solomon R. Guggenheim Museum in New York.

 

Nochmals Ross und Reiter, noch dynamischer. Ein Ölgemälde mit der Leichtigkeit eines Aquarells. «Improvisation 12», 1910. Bayrische Staatsgemälde-sammlungen, München.

 

 

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Gabriele Münter (1877-1962).

Die Berlinerin zog 1901 nach München und lernte in der Kunstschule «Phalanx» Kandinsky kennen, mit dem sie eine langjährige Beziehung pflegte – bis 1914. Zu ihrem 80. Geburtstag schenkte sie ihre eigenen Werke der Städtischen Galerie im >Lenbachhaus München – und dazu 90 von Kandinsky und anderen «blauen Reitern». Das Münchner Museum wurde dadurch mit einem Schlag weltberühmt.

 

 

 

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Franz Marc (1880-1916).

 

Das grossformatige Werk Die grossen blauen Pferde wurde dem staunenden Publikum erstmals 1911 gezeigt, an der ersten Ausstellung der Redaktion «Der Blaue Reiter» in München. Heute hängt es im Walker Art Center in Minneapolis.

 

Was für ein subtiles Kunstwerk! Es heisst
Zwei blaue Fohlen und entstand 1911. Aquarell und Bleistift. Aus einer nicht genannten Privatsammlung.

 

Blaue Pferde, gelbe Kühe, oder auch mal ein weiss-roter Bulle – Marc erfindet die Farben der Tiere neu.

Der Stier von 1911 ist Eigentum des New Yorker Solomon R. Guggenheim Museums.

 

Franz Marc starb 1916 als Leutnant im Ersten Weltkrieg an der Front bei Verdun durch einen Granatsplitter.

 

 

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August Macke (1887-1914).

Er lernte Franz Marc 1910 an einer Ausstellung kennen und beteiligte sich später an der Redaktion des Almanach. So hiess die Publikation, die

>Der Blaue Reiter herausgab.

 

Vollmitglied wollte Macke aber nicht werden. Wie Franz Marc starb auch August Macke als Soldat im Ersten Weltkrieg, noch im ersten Kriegsahr, 1914.

 

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Fotos / Diashow

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