Kunsthaus Zug.

 

Die Highlights dieses Hauses sind Wiener.
Sie tragen weltberühmte Namen wie Klimt, Schiele, Kokoschka. Tatsächlich darf das Kunsthaus Zug für sich in Anspruch nehmen, Europas bedeutendste Kollektion moderner Wiener Künstler ausserhalb Österreichs zu beherbergen.

 

Warum gerade Wiener Kunst? Weil das Zuger Sammlerehepaar Kamm einen Bezug zu Wien hatte. Fritz Kamm lebte und arbeitete zehn Jahre in Wien als Börsenhändler, seine Frau Editha war die Tochter eines Wiener Klavierfabrikanten. In den 1950er- Jahren begannen die beiden mit dem Aufbau ihrer Kunstsammlung. 1998 wurde sie in eine Stiftung umgewandelt und dem Kunsthaus Zug als Dauerleihgabe übergeben.

 

 

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Sammlung auf drei Etagen.

 

 

Zu sehen sind Werke von Schiele, Klimt, Kokoschka, Gerstl, Boeckl, Wotruba und weiteren. Neben den «Wienern» verfügt das Haus auch noch über eindrückliche Werke internationaler Künstler der klassischen Moderne, hauptsächlich französischer und deutscher Herkunft.

 

Das Kunsthaus besteht seit 1990. Eigentümerin ist die Stiftung der Freunde Kunsthaus Zug, während sich die Zuger Kunstgesellschaft mit der Führung des Hauses befasst. Rund 1200 Mitglieder und Gönner bilden die Trägerschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titelbild (Ausschnitt)

Koloman Moser (1868-1918).
Detail einer Kastentüre, 1904.

 

 

 

 

>Website Kunsthaus Zug

 

 

 

 

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Kunsthaus Zug.

Kunsthaus Zug – klein aber fein.

Das herrschaftliche Gebäude unweit der Altstadt stammt aus dem 16. Jahrhundert. Zum Museum umgebaut hat es der 1921 in Solothurn geborene Architekt Franz Füeg, der sich mit seinem Hauptwerk, der katholischen Piuskirche in Meggen, einen Namen gemacht hat.

 

1990 konnte das Kunsthaus eröffnet werden.

 

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Fritz Wotruba
(1907-1975). Bronzefigur.
Kl. stehendes
Mädchen, 1929.

Die Stiftung Sammlung Kamm.

Herzstück ist die Privatsammlung von Fritz Kamm (1897–1967) und Editha Kamm-Ehrbar (1901–1980).
In den 1950er-Jahren beginnt das Paar mit dem Aufbau der Sammlung.

 

Der österreichische Bildhauer Fritz Wotruba berät die Kamm beim Aufbau der Kollekton. Man kennt sich aus den Jahren 1939-1945, als Wotruba in Zug lebte, im Kriegsexil.

 

Die zweite Generation, Christa Kamm, Peter Kamm (1935-2008) und seine Frau Christine Kamm-Kyburz, ergänzt und erweitert die Sammlung.

 

1998 gründet die Familie Kamm die «Stiftung Sammlung Kamm» und übergibt deren Bestände als Dauerleihgabe dem Kunsthaus Zug.

 

 

 

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Egon Schiele. Männerakt, 1910.

 

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Gustav Klimt.
Italienische Gartenlandschaft, 1913.

 

 

Starke Sammlung der Wiener Moderne.

 

Besonders gut vertreten ist Egon Schiele (1890-1918) mit seinen Werken von bizarren Körpern und provokanten Akten. Wie dieses hier: Sitzender Männerakt, 1910.

 

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Von Gustav Klimt (1862-1918) sind Landschaftswerke zu sehen, die berühmt sind. Wie die «Italienische Gartenlandschaft» von 1913. Dazu viele Zeichnungen – vor allem weibliche Nackedeien. Eine fällt besonders auf, es ist eine Studie seiner berühmten >Danae.

 

>mehr über Gustav Klimt

 

Die Sammlung enthält noch weitere Grössen aus der «Wiener Zeit»: Herbert Boeckl, Richard Gerstl, Josef Hoffmann, Oskar Kokodschka, Alfred Kubin, Koloman Moser u.a.

 

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Fotos / Diashow Wiener Moderne

aus der Stiftung Sammlung Kamm

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Juan Gris.

Internationale Grössen der Klassischen Moderne.

Auch hier stammen die wichtigsten Werke aus der Sammlung Kamm. Seltene Werke von Cracks wie Edvard Munch, Henri de Toulouse-Lautrec, August Macke, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Max Ernst und weiteren.

 

Bild: Juan Gris (1887-1927). La Religieuse, 1922. Stiftung Sammlung Kamm.

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Fotos / Diashow Klassische Moderne

aus der Stiftung Sammlung Kamm

 

 

Ausstellungen

 

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«Wien zu Europa – Klimt und Schiele
zu Léger und Klee in der Sammlung»

Vom 3. März bis 10. Juni 2018. Gemälde, Zeichnungen und Gegenstände von Wiener Künstlern aus der Zeit um 1900. Dazu Werke von internationalen Künstlern der klassischen Moderne.

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Pavel Pepperstein – Die Aufstehung
von Pablo Picasso im Jahr 3111

Vom 26. Februar bis 21. Mai 2017. Der russische Künstler ist auch Schriftsteller. Nun erzählt er das Märchen von der Wiederauferstehung Picassos...

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