Peggy Guggenheim –
Ein Leben für die Kunst


So heisst der grossartige Dokumentarfilm von Lisa Immordino Vreeland über diese Kunst-Verrückte und Kunst-Sammlerin mit der einmaligen und spektakulären Biographie. Wer hat schon einen Vater, der mit der Titanic untergeht. Peggy schon.

 

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Filmplakat.

 

 

Geboren wird Peggy Guggenheim am
26. August 1898 in New York, in eine reiche Familie mit schweizerisch-deutschen Wurzeln. Als Kind ist sie unglücklich – ohne Freunde, kränklich, von den Eltern verhätschelt. Als sie 13 Jahre alt ist, geht ihr Vater mit der Titanic unter, überlässt seiner Geliebten den Platz im Rettungsboot.

 

Peggy erbt 450'000 Dollar und geht 1921 nach Paris, wo sie sich in das süsse Leben der Künstler und Schriftsteller stürzt. Sie lernt den Meister der Avantgardisten, Marcel Duchamp, kennen. Dieser führt sie in die moderne Kunst ein. «Vor ihm hatte ich keine Ahnung von moderner Kunst», sagt sie später einmal.

 

Duchamp berät sie auch bei der Eröffnung ihrer Galerie «Guggenheim Jeune London», die sie 1938 mit einer Jean-Cocteau-Ausstellung eröffnet. Sie lernt schnell, entwickelt ein Näschen für Kunst und kauft Werke von Avantgardisten wie Braque, Dalí, Brancusi, Picasso, Kandinsky, Chagall, Mondrian und so weiter.

 

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs erweitert sie ihre Sammlung täglich: "In Paris konnte man damals sehr leicht Bilder kaufen, denn der Krieg war gerade ausgebrochen und die Leute verließen die Stadt. Sie versuchten, ihre Bilder zu verkaufen, sie zu verstecken oder sonst wie loszuwerden. So erlebte ich einen recht hektischen Winter. Ich nahm mir vor, nicht mehr als ein Bild pro Tag zu kaufen", erinnert sich Guggenheim später.

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Peggy Guggenheim (1898-1979)
Autobiographie

 

«Ich habe alles gelebt»

 

 

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So lautet der deutsche Titel ihrer Autobiographie, die sie 1946 verfasste. Sie sammelt nicht nur Kunst, sie sammelt auch Männer, ist mit dem Schriftsteller Samuel Beckett liiert, hat Künstler wie Marcel Duchamp, Yves Tanguy und Jackson Pollock als Liebhaber.

 

Zweimal geht sie eine Ehe ein, zuerst mit dem französischen Maler und Bildhauer Laurence Vail, dann mit dem bekannten Dadaisten Max Ernst. Beide Ehen halten nicht.

 

Peggy Guggenheim führt ein unstetes Leben, wohnt in New York, Paris, London, reist viel, ist Gast auf Partys, logiert in Luxushotels.

 

 

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Peggy Guggenheim Collection Venedig.

 

 

1949 bezieht Peggy Guggenheim den Palazzo Venier dei Leoni – nicht nur für ihre Kunstsammlung, sondern auch als ihr Heim. Nach ihrem Tod 1979 wird der Palazzo in ein Museum umgebaut, das heute zur Solomon R. Guggenheim Foundation gehört.

 

 

>mehr über die Guggenheim-Familie

 

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Ausschnitt aus dem Filmplakat «Peggy Guggenheim – Ein Leben für die Kunst»
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