Musée Cantonal
des Beaux-Arts Lausanne.


«PLATEFORME 10» heisst das brandneue Gebäude, das 2019 eingeweiht wurde und die Sammlung der feinen Künste enthält. Den Namen Plateforme hat man ihm verpasst, weil es direkt an den Gleisen steht – nur drei Gehminuten vom Bahnhof entfernt.

 

Das 145 Meter lange und 22 Meter hohe Kunstmuseum steht auf einem Gelände, auf dem sich früher ein Depot der SBB befand.

 

 

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Plateforme 10, Musée des Beaux-Arts.

 

 

«Plateforme 10» ist aber nur ein Teil des sich zur Zeit im Bau befindlichen Kunst- und Kulturquartiers der Stadt Lausanne.

 

Bis 2021 sollen hier auch noch das Musée de l’Elysée (Fotomuseum) und das MUDAC (Museum für Design und angewandte zeitgenössische Kunst) eröffnet werden. Diese zwei Museen werden sich ein einem eigenen Gebäude am hinteren Ende der Plateforme 10 befinden.

 

Lausanne investiert bei diesem Projekt rund 180 Millionen Franken in die Kultur. Davon stammen 75 Mio von Gönnern und Sponsoren, der Rest wird von der öffentlichen Hand finanziert.

 

 

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Die Sammlung des Musée des Beaux-Arts umfasst schwerpunktmässig Werke von westschweizer Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie zeigt aber auch internationale Künstler der klassischen Moderne und zeitgenössische Kunst.

 

 

 

>Website Plateforme 10

 

 

 

 

 

Titel (Ausschnitt)
Félix Vallotton (1865-1925).

Les saules, 1900.

Musée cantonal Lausanne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Waadtländer Künstlerinnen und Künstler

 

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Félix Vallotton (1865-1925). Selbstportrait mit 20 Jahren, 1885.

 

 

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La chaste Suzanne, 1922.

 

 

 

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Femmes nues aux chats,
1897-98.

 

 

Félix Vallotton, der Lausanner Star.

 

Er wird in Lausanne geboren und macht sich in Paris einen Namen. Vor allem mit seinen Akten, für die er heute berühmt ist. Im Lausanner Museum sind davon allerdings keine zu sehen – vielleicht liegen sie dort im Depot.

 

Ein Tophit ist aber La chaste Suzanne. Die keusche Susanna. Ein beliebtes Bibelthema, das meist als >Susanna im Bade oder Susanna und die zwei Alten betitelt ist. Kaum einer der grossen Künstler der Renaissance konnte diesem verlockenden Motiv widerstehen, weil sie unbehelligt eine nackte Frau malen durften. Und ausgerechnet Vallotton, der Akt-Spezialist, verzichtet darauf!

 

Er zeigt die zwei lüsternen Alten in einer Loge. Seine keusche Suzanne mit elegantem Hut ist keineswegs verängstigt oder in Abwehrhaltung wie bei Rembrandt & Co. Vallotton macht aus dem verängstigten Opfer eine selbstbewusste Frau.

 

Zur Bibelstory: Die beiden Alten bedrängen Susanna, sie verweigert sich, worauf die beiden sie des Ehebruchs bezichtigen, sie vor Gericht stellen und ihren Tod fordern. Am Ende kommt es gut, verurteilt und getötet werden schliesslich die beiden lügenden Alten. >mehr

 

 

>mehr über Felix Vallotton

 

 

 

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Charles Gleyre (1806-1874). Femme turque (Dudo Narikos), 1840.

 

 

Charles Gleyre, Lehrer grosser Namen.

Er kommt in Chevilly VD zur Welt, hat aber seinen Lebensmittelpunkt in Paris. Sein Name taucht immer wieder als Lehrer von Künstlergrössen wie Monet, Renoir, Anker, Gérôme, Sisley und anderen auf. Zumindest verkehrten diese in seinem Pariser Atelier.

 

Gleyres Werke haben vorwiegend biblische, historische und mythologische Themen. Er war aber auch als Reisezeichner unterwegs, vor allem in orientalischen Ländern.

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Ernest Biéler (1863-1948). L'eau mystérieuse, 1911. Detail.

 

Ernest Biélers Liebe zum Wallis.

Auch ein Lokaler – er stammt aus Rolle VD. In Paris studiert er an der Académie Julian und arbeitet als Illustrator u.a. für Bücher von Emile Zola und Victor Hugo. 1889 zieht er ins Wallis. Dort malt er Landschaften und Walliser in ihren Trachten.

 

An der Weltausstellung 1900 wird er mit einer Medaille ausgzeichnet. In der Schweiz erteilt man ihm öffentliche Aufträge für Fresken, Glasmalereien und Mosaiken, darunter in Sion (Saal des Grossen Rates), im Ratshaus Le Locle und im Bundeshaus in Bern. 1926 wird er Mitglied der Eidgenössischen Kunstkommission.

 

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Alice Bailly (1872-1938). Le concert dans le jardin, 1920.

Alice Bailly, die Avantgardistin.

Sie kommt in Genf zur Welt, zieht dann nach Paris und lebt ab 1923 in Lausanne. Schon 1918 lernt sie die Kunstsammlerfamilie >Reinhart kennen und steht dann auch mit den Winterthurer Kunstmäzenen Arthur und Hedy >Hahnloser in engem Kontakt. Viele ihrer modernen Werke machen Anleihen beim Kubismus und beim Futurismus, doch entwickelt sie dabei einen eigenen unverkennbaren Stil.

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Fotogalerie Waadtländer Künstler

Weitere Highlights aus der Sammlung

 

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Auguste Rodin (1840-1917).
Le baiser, 1886.

 

Auguste Rodin – der Kuss.

Eines der berühmtesten Werke des grossen Bildhauers. Das Original des «baiser» steht im Jardin des Tuileries in Paris. Rodin hat davon auch eine Version in weissem pentelischen (griechischen) Marmor erstellt.

 

Hinter dieser sinnlichen Skulptur versteckt sich ein wahres Drama, das Rodin in >Dantes Göttlicher Komödie entlehnt hat.

 

>mehr über Rodin und «Le baiser»

 

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Claude Monet (1840-1926). Voiliers en mer, 1868.

Claude Monet.

Kein Museum der feinen Künste, das etwas auf sich hält, kommt ohne Monet aus. Die Lausanner verfügen mit diesem Gemälde über ein besonders schönes Exemplar. Die «Voiliers en mer» malt er, während er seinen Wohnsitz in Etretat hat. Er malt davon drei Versionen. Die Lichtreflexionen in den Wellen sind Monets einmaliges Markenzeichen.

 

>mehr über Claude Monet

 

 

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Albert Anker (1831-1910).
Le secrétaire de commune, 1875.

 

Albert Anker – der Gemeindeschreiber.

Von diesem eindrücklichen Ölbild gibt es total vier Fassungen. Die erste von 1874 befindet sich in einer Privatsammlung, die zweite, ein Jahr später entstanden, gehört dem Musée cantonal des Beaux-Arts in Lausanne. Bei diesem Bild kommt nicht nur Ankers Meisterschaft bei der Abbildung von Menschen zum Ausdruck, sondern auch – auf dem Pult des Schreibers – seine Liebe zum Detail bei Stillleben.

 

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Weitere Highlights aus der Sammlung

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Zeitgenössische Werke ab 1950

 

 

Exposition 2020: Vienne 1900.

 

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Ausstellung vom 2.6.-23.8.2020

 

«A Fleur de Peau. Vienne 1900,

de Klimt à Schiele et Kokoschka».

 

Die Ausstellung zeigt rund 180 Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Objekte der angewandten Kunst, die zu Beginn des

20. Jahrhunderts in Wien entstanden sind.

 

   
   

 

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