Kunsthalle Zürich.

 

Kunsthalle? Klingt nach Gemälden grosser Meister. Aber nein, die gibt es hier nicht.

 

Hier wird ausschliesslich zeitgenössische Kunst präsentiert. Im ehemaligen Backsteingebäude der Bierbrauerei «Löwenbräu» finden laufend Ausstellungen und Veranstaltungen von und mit internationalen Künstlern statt. Nicht immer ganz einfach zu verstehen, was hier gezeigt wird. Aber wer dem Mainstream der Publikumskunst entfliehen und sich Gedanken über neu Entstehendes machen will, der ist hier richtig.

 

Auf der offiziellen Website «Verein Zürcher Museen» liest sich das so: «Die Kunsthalle Zürich setzt die Frage und das Experimentelle ins Zentrum ihrer Ausstellungspraxis. Zeitgenössische Kunst wird dabei nicht als ein isoliertes gesellschaftliches Phänomen, sondern als kulturelle Praxis verstanden, die Neugierde und Experimentierfreude in Bezug auf die Gegenwart aktivieren kann.»


Die Kunsthalle wurde 1985 als Verein gegründet und ist seit 1996 im Löwenbräu Areal untergebracht. Sie zeigt jährlich fünf bis zehn Einzel- oder Gruppenausstellungen. In engem Dialog mit den Künstlern entstehen vorwiegend erste Übersichtspräsentationen.

 

Dabei werden auch ganze Werkkomplexe untersucht und Künstlerinnen und Künstler vorgestellt, die durch ihr Werk und nicht durch ihre Generationszugehörigkeit einen entscheidenden Beitrag zum aktuellen Diskurs leisten.

 

 

 

>www.kunsthallezurich.ch

 

>Löwenbräukunst

 

 

 

 

Ausstellungen

 

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Leere Wände...

 

sitzmoebel

...Bilder, Bänke zum Denken.

 

Lorenza Longhi (1991)
Minuet of Manners, 12.6.-5.9.21

In dieser Ausstellung geht es nicht um Bilder – sondern um die Konzeption und die Gestaltung einer Ausstellung. Wie stellt man Wände, wie hängt man die Bilder auf, was stellt man dem Publikum für Sitzgelegenheiten zur Verfügung? Und wie verhalten sich die BesucherInnen, was denken sie? Der Titel «Minuet of Manners» gibt einen Hinweis: Das Menuett ist ein französischer Gesellschaftstanz, der die Abläufe regelt, der festlegt, wie sich die Körper im Raum bewegen. In der Kunsthalle treten die BesucherInnen in eine Beziehung zur Kunst und die Werke in eine Beziehung zum Publikum. In dieser Ausstellung macht man sich Gedanken – oder sollte man sich Gedanken machen – wie eine Ausstellung aufgebaut wird. Falls man doch noch ein paar Werke der italienischen Künstlerin anschauen möchte: die gibt es auch. Allerdings ohne Hinweise – alle sind «untitled».

 

>Fotogalerie

 

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Gilbert & George 20.4.-12.7.2020

THE GREAT EXHIBITION 1971-2016

Ausstellung in der Kunsthalle Zürich und
im Luma Westbau. Das britische Künstlerduo zeigt seine provokativen Fotocollagen im Grossformat.

 

 

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Max Bill Bauhaus Constellations

9. Juni bis 14. September 2019.

Hauser & Wirth präsentierte anlässlich des
100-jährigen Bauhaus-Jubiläums eine reichhaltige Ausstellung mit Max Bill-Werken aus der Zeit von 1930 bis in die 1980er-Jahre.

 

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komposition

 

Ida Ekblad (1980).

FRA ÅRE TIL OVN vom 8.6.-18.8.2019.

Ekblad lebt und arbeitet in Oslo als Malerin und Bildhauerin. Der Titel ihrer Ausstellung in Zürich
FRA ÅRE TIL OVN bedeutet «Von der Ader zum Ofen» und meint damit den Prozess, bei dem aus Gesteinsadern Metall gewonnen wird. Das so gewonnene Material braucht die Künstlerin für ihre Skulpturen aus Bronze und Eisen.

 

Es sind rätselhafte Kreaturen, die Ida Ekblad baut. Unbekannte Tierwesen in Fantasieformen, die viel Raum für Interpretationen lassen. Wer sich fragt, worum es sich handelt, darf von Ida Ekblad keine Hilfe erwarten. Im Gegenteil: «Mich stört manchmal, dass ich nicht sagen kann, worum es geht in meiner Arbeit», sagt sie.

 

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Phyllida Barlow (*1944), «Demo».

29. Oktober bis 19. Februar 2017.

Die Britin Phyllida Barlow aus Newcastle versteht sich als Bildhauerin. Aber statt Bronze oder Marmor verwendet sie Bauholz, Zement und Karton. Ihre Installationen erinnern denn auch eher an Baustellen, bei denen Abfallmaterial zu Türmen aufgeschichtet wird. Aber nicht nur. Zwischen dem Baumaterial lassen sich auch Elemente ausmachen, die von künstlerischem Reiz sind. Die Ausstellung in Zürich heisst «Demo». Wie demo-lieren oder demo-nstrieren. Beides passt für diese mächtigen Aufbauten, die dazu einladen, sich Gedanken zum Thema «Ist das meine Kunst - oder eher nicht?» zu machen.

 

2017 vertritt die dann 73-jährige Phyllida Barlow Grossbritannien an der Biennale von Venedig.

 

 

 

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Manifesta 11 Zürich.

11. Juni bis 18. September 2016.

Die Manifesta ist eine europäische Biennale für zeitgenössische Kunst, die alle zwei Jahre in einer anderen Stadt organisiert wird. 2016 war Zürich am Zug. Die Ausstellungsorte verteilten sich über die ganze Stadt, ein Grossteil der Events fand in der Kunsthalle Zürich statt.

 

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Ian Cheng (*1984): «Forking at Perfection».

20. Februar bis 16. Mai 2016.

In seiner künstlerischen Arbeit untersuchte der Amerikaner Ian Cheng die Wesensart von Mutationen und die Fähigkeit des Menschen, sich äusseren Umständen anzupassen. In seinem System aus Videogames entwickelte Cheng sogenannte «Live Simulations»: Virtuelle Ökosysteme, die sich eigenständig weiterentwickeln, also von keiner externen Autorität gesteuert oder beendet werden.

 

 

 

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The Playground Project.

20. Februar bis 16. Mai 2016.

Die Ausstellung soll aufzeigen, dass Spielplätze in der Stadt subversive Orte sein können, oder ein Experimentierfeld im öffentlichen Raum für Kunst und Gesellschaft. Und eine Reibungsfläche für Erwachsene, Eltern und Kinder.

 

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