Rom – die Weltkapitale der Kunst

 

Was für ein Angebot! Kunst von der Antike bis heute – alles da. Um die ganze Palette sehen zu können, müsste man sich wohl hier niederlassen. Und dann ein ganzes Leben lang nichts anderes tun als Museen und Kirchen zu besuchen.

 

Man kann sich natürlich auch nur die Highlights raussuchen. Dazu gehören die vatikanischen und die kapitolinischen Sammlungen. Vor allem aber die beiden Schwergewichte Galleria Borghese und der Palazzo Barberini, wo die «Galleria Nazionale d'Arte Antica» untergebracht ist.

 

In Rom kommen ganz besonders die Freunde der Bildhauerei auf die Rechnung. Hier wirkte im 17.Jht. ein Genie: >Gianlorenzo Bernini. Dessen grossartige Werke findet man nicht nur in Museen und Galerien, sondern auch in der Stadt selbst, auf Plätzen, Brücken und in Kirchen – Bernini ist überall. Zumal er nicht nur Bildhauer und Maler war, sondern auch Architekt. Die Piazza San Pietro mit den gewaltigen Kolonnaden lädt zum Bewundern ein und auf der Piazza Navona findet sich eines seiner Meisterwerke: die «Fontana dei quattro fiumi».

 

Braucht es einen Hinweis auf Michelangelo und Raffael? Wohl eher nicht. Die Pietà in der Basilika, die Deckenfresken und das Jüngste Gericht in der sixtinischen Kapelle und Raffaels Stanzen im Vatikan besucht man ja sowieso, wenn man in Rom ist.

 

Wenn dann noch Zeit bleibt, lohnt sich auch der Blick in verschiedene Kirchen: Caravaggio findet man in der Santa Maria del Popolo, Bernini in der Santa Maria della Vittoria. Dort ist seine wahrscheinlich berühmteste Marmorskulptur zu bestaunen: «Die Verzückung der heiligen Teresa».

 

 

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Petersdom und Piazza San Pietro

©Google Earth.

 

 

 

 

 

>Rom-Tagebuch 2019

 

 


 

 

 

 

 

 

 

Kunstmuseen, Palazzi, Kirchen

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Die Vatikanischen Museen

Sixtinische Kapelle mit Michelangelos Werken, die Stanzen des Raffael, die Gemäldesammlung der Pinacoteca, die Borgia-Gemächer, die römisch-griechische Antikensammlung.

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Die Kapitolinischen Museen

Palazzo dei Conservatori und Palazzo Nuovo mit

römischen und griechischen Werke aus der Antike. Dazu Gemäldesammlung in der Pinacoteca.

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Galleria Borghese

Highlights dieser umfangreichen Kunstsammlung sind die Marmor-Skulpturen von Gianlorenzo Bernini. Dazu Gemälde von Caravaggio, Raffael, Tizian...

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Galleria Barberini

Das Museum für alte Kunst heisst «Galleria Nazionale d'Arte Antica». Werke vom 13. bis 17. Jahrhundert.
Lippi, Raffael, Holbein, Bernini, Caravaggio...

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Galleria Corsini

Ein Ableger der «Galleria Nazionale d'Arte Antica». Wenig berühmte Werke, schlecht gehängt, schwer erkennbar. Tipp: Lieber in die Galleria Barberini.

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Palazzo Doria Pamphilj

Der prunkvollste aller Palazzi. Mit einer der grössten Kunstsammlungen Roms. Raffael, Caravaggio, Tizian, Tintoretto, Brueghel, Velazquez u.a.

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Galleria Spada

Kleine Sammlung, vorwiegend unbekannte einheimische Künstler. Mangelhafte Präsentation der Bilder, kaum beschriftet. Besuch nicht zwingend.

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Petersdom

Papst Julius II erteilte 1503 den Auftrag zum Bau, der weit über 100 Jahre dauert. Wie sind Michelangelo, Raffael und Bernini daran beteiligt?

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Sixtinische Kapelle

Die von Kunstfreunden meistbesuchte kirchliche Einrichtung. Mit Meisterwerken von Michelangelo, Botticelli, Ghirlandaio u.a.

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Kirche Santa Maria della Vittoria

Hier ist die berühmteste Marmorskulptur Berninis zu sehen: «Die Verzückung der heiligen Teresa». Unbedingt anschauen!

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Kirche Santa Maria del Popolo

In der Cerasi-Kapelle hängen Spitzenwerke von Caravaggio. Leider sind sie in der düsteren Kapelle nur schwer und von schräg unten zu erkennen. Hier auf den Fotos sieht man sie besser...

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Galleria Nazionale d'Arte Moderna

Die grösste Kollektion moderner Italiener. Und dazu
eine Reihe internationaler Leckerbissen von Klimt, Monet, Van Gogh...

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MAXXI – Museo Arte XXI Secolo.

Das seit 2010 bestehende Museum zeigt zeitgenössische Kunst.

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Museo Napoleonico – Der König von Rom

Napoleon hatte einen Sohn? Ja. Wie es diesem als König von Rom erging. Und mehr.

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Museum «Casa di Goethe»

Wie Goethe auf seiner Italienreise 1786-88
Rom erlebt hat. Und wo er gewohnt hat.

 

Die Superstars unter den Künstlern

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Michelangelo (1475-1564).

Der berühmteste Bildhauer der Welt. Der geniale Architekt der Petersdom-Kuppel, der Schöpfer der Deckenfresken in der Sixtinischen Kapelle. Und

der legendären Pietà in der Basilika.

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Raffaello (1483-1520).

Der König der Madonnen und Schöpfer der berühmten «Stanzen» für Papst Julius II. Auch in der sixtinischen Kapelle sind Werke von ihm zu sehen.

caravaggio

 

Caravaggio (1571-1610).

Der Begründer der «chiaro-scuro»-Maltechnik, der auch in Rom Spuren hinterlassen hat. Obwohl er von dort flüchten musste, weil er im Streit einen Mann tötete.

bernini

 

Gianlorenzo Bernini (1598-1680).

Genialer Bildhauer, Maler, Dichter, Architekt. Die
zentrale Figur im Kunstbetrieb des barocken Roms
im 17. Jahrhundert.

 
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