Paris – mehr Kunst, als zu schaffen ist...

 

April 2016. Zwei Wochen Paris mit dem Ziel, alles an Kunst zu sehen, was zu sehen ist. Ziemlich hoch gesteckt, dieses Ziel. Schon beim Studium der Museumsangebote wird einem schwindlig vor Augen. Aber diese dann auch noch alle zu besuchen! Und vor den meisten Schlange zu stehen... Fazit: Ich habe wohl nicht einmal einen Drittel geschafft.

 

Und doch: Dieser «Drittel» hat es in sich. Zumal es ja nicht um die Menge der gesehenen Werke geht, sondern um deren Qualiät. Dein Lieblingsbild, das du bloss aus Büchern kennst – und plötzlich stehst du vor dem Original, Aug' in Auge, was für ein Kick!

 

Museumsbesuche sind anstrengend und kräfteraubend. Zuerst Schlangestehen, um überhaupt reinzukommen. Dann dieses Gedränge. Dieses Geschupse. Diese endlosen Gänge und Galerien. Okay, da war ich jetzt beim Louvre. Oder in Versailles. Die anderen Orte sind nicht so extrem.

 

Es gibt aber auch die stillen Orte, wo man mit der Kunst allein sein darf. Wo man nicht von Touristen überrannt wird. Die Nischen-Museen, die nur einem Künstler gewidmet sind. In denen man allerdings nie seine besten Werke sieht – die hängen in den grossen Museen.

 

Und dann gibt es noch die wirkliche Ruhe. Parks mit öffentlicher Kunst, gratis und ohne Schlangestehen. Die plant man aber besser ans Ende, wo man Erholung dringend nötig haben wird.

 

 

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Jardin des Tuileries

 

 

 

 

 

 

>Tagebuch Paris (PDF)

 

 

 

>Kampf um Anerkennung
am «Salon de Paris» (PDF)

 

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Musée du Louvre

Am besten macht man den Louvre gleich am ersten Tag – da ist man noch voll bei Kräften. Und schickt am zweiten Tag einen Ausputzer hinterher. Dann hat man wengistens das gesehen, was man «sehen muss». Am schönsten wird es dann am dritten Tag, wenn man über allem steht und sich nur noch ein paar Leckerbissen aussucht.

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Centre Pompidou –
Musée National de l'Art Moderne

Das absolute Muss für Freunde der Modernen Kunst. Die Dichte der gezeigten Werke ist überwältigend. Am besten einen ganzen Tag einplanen.

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Montmartre um 1900

Warum es so viele Künstler anzog. Wo Pierre-Auguste Renoir sein Atlier hatte. Wo Georges Braque bei Pablo abkupferte. Und warum Vincent Van Gogh Montmartre nicht mochte, Paris verliess und in den Süden zog. Wo Suzanne Valadon und Maurice Utrillo lebten. Und warum die Basilika Sacré-Coeur erst um 1919 eröffnet werden konnte.

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Musée de l'Orangerie und Claude Monet

Am Ende des Jardin des Tuileries. Wo einst die Orangenbäume blühten, blühen jetzt die Seerosen von Claude Monet. In einem Rundbau angeordnet, in «Endlosschlaufe». Unbedingt besuchen, zumal da noch andere grosse Meister zu sehen sind.

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Musée Espace Salvador Dalì

Ein kleines Museum in Montmartre, das vor allem Skulpturen von Dalì zeigt – und einen erstaunlichen Zyklus von je acht Bildern zum Alten und zum Neuen Testament. Diese zeigen die «andere Seite» des «ewigen Provokateurs».

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Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris

Im «Petit Palais» zwischen Seine und Champs-Elysées, das für die Weltausstellung 1900 gebaut wurde. Das Museum wird seinem Namen «beaux-arts» gerecht. Schöne Kunst im wahrsten Sinne...

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Musée d'Orsay

Das spektakuläre Museum im ehemaligen Bahnhof- und Hotelgebäude an der Quai d'Orsay mit vielen grossen Meistern.

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Musée Rodin

Im Haus, in dem Auguste Rodin 1908-1917 wohnte und arbeitete, ist heute das Musée Rodin untergebracht. Es liegt in einem prachtvollen Park voller Rodin-Statuen und enthält auch Werke von Camille Claudel und Gemälde von VanGogh, Munch und Renoir.

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Musée de Luxembourg

Das Museum hat keine eigene Sammlung mehr, organisiert aber mehrmals jährlich hochkarätige Sonderausstellungen.

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Musée Eugène Delacroix

Seine «Liberté» verzückte 1830 eine ganze Nation, und die barbusige Marianne ist bis heute das Freiheitssymbol der Franzosen.

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Musée Picasso

Viel Unbekanntes von Picasso, vor allem Skulpturen. Interessant, aber ich hätte mir mehr Bilder erhofft.

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Jardin des Tuileries

Idealer Platz, um dem Museumsgestürm zu entkommen. Dabei muss man nicht auf Kunst verzichten, die wird hier gratis geliefert, und ohne Schlangenstehen. Eindrückliche Statuen von Rodin, Maillol, Laurens, Dubuffet, Moore...

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Musée de l'Erotisme

Passt doch zu Montmartre! Am Boulevard de Clichy, wo auch das Moulin Rouge steht. Nicht alle Exponate haben künstlerische Klasse, aber ein paar Trouvaillen sind schon dabei. Zum Beispiel Edgar Degas Zeichnungen aus dem Bordell. Erst nach seinem Tod 1917 wurde bekannt, dass er solche Skizzen überhaupt besass...

LouisXIV

Château de Versailles

Wie die französischen Könige vor der Revolution in ihrem Schloss gehaust haben. Und wer die Bourbonenkönige waren.

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Musée de l'Armée

Napoléon auf St. Helena. Eine Sonderausstellung ist diesem Thema gewidmet (6. April bis 24. Juli 2016). Sie zeigt Gemälde, Zeichnungen und Exponate aus den letzten Lebensjahren von Kaiser Napoléon in britischer Gefangenschaft auf der Südatlantik-Insel St. Helena.

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